Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Bischof Janssen zu Gast in Immer Gläubige feiern Himmelfahrt im Waldidyll des Landheims

Von Dirk Hamm | 05.05.2016, 19:11 Uhr

Unter freiem Himmel haben gestern zahlreiche Gläubige aus den evangelischen Gemeinden Delmenhorsts auf dem Gelände des Landheims Immer Gottesdienst gefeiert. Anschließend hatte das traditionell auf den Himmelfahrtstag gelegte Landheimfest ein buntes Programm für Jung und Alt zu bieten.

Wie immer hat der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Delmenhorst das Landheimfest ausgerichtet. Das Wetter spielte bestens mit, und so versammelten sich am Morgen bereits mehr als 130 Menschen auf dem Festplatz, um den Wortgottesdienst zu verfolgen. Im Verlauf des Tages fanden sich noch viele weitere Besucher auf dem idyllischen Waldgrundstück ein.

Bischof streicht Botschaft des Himmelfahrtstags heraus

Organisator Markus Funk vom CVJM hatte bereits im vergangenen Jahr angefragt, ob der oldenburgische Landesbischof Jan Janssen in diesem Jahr, anlässlich des 85-jährigen Bestehens des Landheims Immer, als Gast teilnehmen könne. Janssen sagte zu, und so gestaltete er gestern den Gottesdienst mit. Ausgehend von einem Auszug aus dem Lukasevangelium arbeitete der Bischof die Kernbotschaft des christlichen Feiertags Christi Himmelfahrt heraus. „Der Ausbruch aus dem Tod wird zum Aufbruch zu neuem Leben“, sagte Janssen. Diese Befreiung Christi vom Tod bilde den Anstoß zum Verkünden der frohen Botschaft des Evangeliums.

Posaunenchor spielt Choräle und „Über den Wolken“

Begleitet wurde der Gottesdienst wie stets vom Posaunenchor Delmenhorst unter der Leitung von Holger Heinrich. Im Anschluss verkürzte das Ensemble mit einem kleinen Konzert die Wartezeit bis zum Mittagessen. Der Posaunenchor, laut Heinrich mit 88 Jahren nur unwesentlich älter als das Landheim, stellte seine große musikalische Bandbreite unter Beweis, als er auf zwei Choräle von Johann Sebastian Bach Reinhard Meys „Über den Wolken“ folgen ließ. Wolken waren jedoch nicht am Himmel zu sehen, als sich die Besucher am Mittag auf dem Gelände verteilten und entweder unter dem neuen Zeltvordach am Landheim die Erbsensuppe genossen oder sich in der Grillhütte mit Bratwürsten versorgten.

Olympischer Geist bei Geschicklichkeitsspielen

Passend zum Olympiajahr wurden am Nachmittag dann die „Immer Olympics“ ausgerufen, bei denen sich Teilnehmer aller Altersgruppen in Geschicklichkeitsspielen maßen. Auf dem ganzen Grundstück platzierte Fragekärtchen galt es bei „Sudika“ (Such die Karten) aufzuspüren und richtig zu beantworten. So manche überraschende Information konnte auf diesem Wege gewonnen werden. Zum Beispiel, was das Landheim Immer und das Empire State Building in New York gemeinsam haben. Die Höhe konnte es natürlich nicht sein. Des Rätsels Lösung: Beide Gebäude wurden im Jahr 1931 errichtet.

Gäste des Landheims als Selbstversorger in der Verantwortung

Bischof Janssen würdigte am Rande des Fests den Stellenwert des schlicht eingerichteten und nach dem Prinzip der Selbstversorgung funktionierenden Landheims: „Entscheidend ist nicht die Größe oder der Glanz, sondern die Beteiligung der Menschen, die sich dort ehrenamtlich engagieren. Wir sagen den Gruppen, die hier übernachten: Ihr seid selber gefragt.“