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Bislang keine Fälle in Delmenhorst Drei Horrorclowns im Landkreis Oldenburg gemeldet

Von Eyke Swarovsky | 25.10.2016, 13:58 Uhr

Seit dem vergangenen Wochenende hat es im Landkreis Oldenburg drei Meldungen von sogenannten Horrorclowns gegeben. Die Polizei warnt vor Falschmeldungen zu dem gefährlichen Trend.

Auf Anfrage unserer Redaktion erklärt Melissa Oltmanns, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg-Land / Wesermarsch, dass seit dem Wochenende drei Sichtungen von Grusel-Clowns im Landkreis Oldenburg gegeben hat – in Wildeshausen, Sandkrug und zuletzt am Montag in Ganderkesee. Hinzu kommt ein vierter Fall in der Wesermarsch. „Die Kollegen sind jeweils ausgerückt, konnten aber in keinem Fall maskierte Menschen antreffen“, sagt Oltmanns und spricht damit zugleich ein Problem an.

Falschmeldungen halten Polizei von der Arbeit ab

Dieser aus den USA zu uns herübergeschwappte Trend führe derzeit überall in Deutschland zu vermehrten Falschmeldungen. „Die Kollegen gehen dem nach, rücken aus und stehen in der Zeit nicht für andere Einsätze wie Unfälle zur Verfügung“, sagt Oltmanns.

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Zwar habe es in unserer Region die unbestätigten Sichtungen gegeben, zu Schaden sei jedoch bislang niemand gekommen, so Oltmanns. Trotzdem sei es eine schlechte Idee, sich an dem Trend zu beteiligen. „Das sind schlechte Scherze“, sagt die Polizeisprecherin. „Allein durch das Erschrecken kann den Opfern ernsthafter Schaden zugefügt werden. Im schlechtesten Fall macht sich der ,Clown‘ sogar durch Bedrohung, Nötigung oder Körperverletzung strafbar.“

Opfer sollten umgehend Notruf wählen

Sollten Personen Opfer von Horrorclowns werden, rät Oltmanns, umgehend die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen. Andernfalls verstreiche wertvolle Zeit bei der Fahndung. Gleichzeitig sollte man sich davor hüten, unbestätigte Gerüchte über die sozialen Medien zu verbreiten. Dies führe nur dazu, dass immer mehr Menschen auf den Zug aufspringen und mit schlechten Scherzen Angst und Schrecken verbreiten.

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