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Blätter richtig entsorgen Herbstlaub sorgt für Rutschgefahr in Delmenhorst

Von Merlin Hinkelmann | 21.11.2016, 12:00 Uhr

Der Herbst ist längst da. Und mit ihm das Laub, das jedes Jahr aufs Neue für rutschige Straßen sorgt. Wer ist für die Entsorgung zuständig?

Bunte Blätter, wohin das Auge blickt. Zumindest optisch bereitet der Herbst den Menschen eine helle Freude. Ganz anders sieht das jedoch aus, wenn feuchtes Laub auf den Wegen zu Rutschpartien führt. Dann wird es gefährlich – für Autofahrer und Fußgänger gleichermaßen. Doch wer ist für die Entsorgung des Laubes eigentlich zuständig? Was müssen die Delmenhorster beachten? Das dk hat bei der Stadtverwaltung nachgehakt.

Auch die Anwohner müssen ran

Für die Reinigung von Radwegen, Gehwegen und Sicherheitsstreifen, die schmaler als einen Meter sind, müssen die Eigentümer der Grundstücke selbst ran. Egal ob Schmutz, Laub, Wildkräuter oder sonstiger Unrat: Hier ist jeder Delmenhorster gefragt. Anders sieht das schon bei den Fahrbahnen, Rinnsteinen, Parkspuren, Haltebuchten und bei mehr als ein Meter breiten Seitenstreifen aus. Wer das Laub in diesem Fall entsorgen muss ¨– Stadt oder Bürger – regelt die jeweilige Reinigungsklasse. Welche Straße zu welcher Klasse gehört, das legt wiederum der Stadtrat fest. Der etwas sperrige Begriff dafür: „Straßenverzeichnis zur Straßenreinigungsverordnung“. Und öffentliche Plätze? Die säubert in der Regel die Stadt.

Spezielle Vorschriften für Laubbläser

Möglichkeiten, das eingesammelte Laub wieder loszuwerden, gibt es einige. Die sicherlich einfachste Lösung: das Laub im eigenen Garten kompostieren oder im Bioabfall entsorgen. Auch bei den städtischen Abfall-Annahmestellen kann man die Blätter abgeben. Ein Sonderfall: Fällt übermäßig viel Laub von öffentlichen Bäumen auf Rad- und Gehwege, können die Anwohner bei der Stadt einen Antrag auf kostenlose Abholung des Laubes stellen. Wer Laubbläser benutzt, sollte ein paar Dinge berücksichtigen. In Wohngebieten dürfen sie an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich nicht verwendet werden. Werktags ist der Einsatz nur zwischen 9 und 13 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr erlaubt.

Laubpellets: Eine echte Alternative?

Auch wenn es in Delmenhorst noch Zukunftsmusik ist: Sogenannte Laubpellets sind eine weitere Option, lästiges Laub zu entsorgen. Dabei nimmt eine Maschine die Blätter auf und presst sie zu Pellets. So entsteht reinste Biomasse, die später zur Energieerzeugung verheizt werden kann. Oberbürgermeister Axel Jahnz hat sich mit diesem Verfahren schon in seiner Zeit als Bürgermeister in Hude beschäftigt. Auf Anfrage teilte er mit: „Das ist ein hochinteressantes Thema, über das ich bereits seit vielen Jahren nachdenke. Denn vor allem in ländlichen Regionen fällt wahnsinnig viel Laub an.“ So eine Anlage müsse sich jedoch amortisieren. Zum einen benötige die Stadt die entsprechende Menge Laub, zum anderen müsse man einen Abnehmer für die Pellets finden.