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Blick auf Ex-Hertie-Haus Reihe der „Passionspunkte“ in Delmenhorst gestartet

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 11.02.2016, 14:00 Uhr

Rund 20 Delmenhorster haben am Mittwochabend die Diskussion mit dem Architekten Jürgen Reiners gesucht. Den Schauplatz des Passionspunktes hatte Stadtkirchenpastor Thomas Meyer gewählt.

Ob vorn oder hinten: Architekt Jürgen Reiners sieht für den gesamten ehemaligen Hertie-Komplex Potential. Zum Auftakt der diesjährigen ökumenischen Reihe „Passionspunkte“ am Mittwochabend hatte sich die Stadtkirche um Pastor Thomas Meyer das ehemalige Hertieparkhaus als ersten Andachts-Schauplatz ausgesucht. Bis Mittwoch, 16. März, wollen die Kirchengemeinden Delmenhorsts symbolisch an „Orten des Stillstands – Orten der Hoffnung“ den Leidensweg Jesu Christi bis zu seiner Kreuzigung nachvollziehen.

Diskussion um architektonische Zukunft

Gleichwohl richtete Meyer am Mittwochabend keinen Gottesdienst auf der einstigen „Lagerstraße“ des Hertie/Karstadt-Komplexes aus, sondern regte die rund 20 Delmenhorster, die erschienen waren, vielmehr zur Diskussion um die architektonische Zukunft des innerstädtischen „Unorts“ an. Zu diesem Zweck verteilte der Pastor der Stadtkirche ein Foto des Areals, das im Juli 1972 im dk veröffentlicht wurde: Es zeigt dieselbe Fläche, auf der heute das dem Abriss geweihte Parkhaus steht, als großen Parkplatz, der einen freien Blick auf Wohnhäuser, doch auch auf die Stadtkirche gewährt.

Architekt Jürgen Reiners zeigt Modell

Umrahmt von der Musik des Posaunenchors des Kirchenverbandes Delmenhorst zeigte Architekt Jürgen Reiners dem Publikum vor Ort hingegen das Modell eines zweiteiligen und viergeschossigen Baukomplexes, den er sich künftig an Ort und Stelle denken könne. Das Publikum konnte auf diese Weise sowohl von der Vergangenheit als auch aus einer fiktiven Zukunft heraus auf die triste Gegenwart des maroden Parkhauses und einer dunklen „Hinterstraße“ blicken.

Freier Blick zur Stadtkirche gewünscht

Pastor Meyer kann sich an Stelle des Parkhauses Wohnhäuser ebenso gut denken wie verbindende Elemente zur Langen Straße. Vor allem aber wünscht er sich wieder einen freien Blick Richtung Stadtkirche.

Am kommenden Mittwoch, 17. Februar, entführt die evangelische Gemeinde „Zu den Zwölf Aposteln“ das Publikum um 18 Uhr zum zweiten Passionspunkt, zum Kinder- und Jugendhaus „Horizont“, Elbinger Straße 20.

Alle Termine der Passionspunkte finden Sie hier.