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Blumenniederlegung in Delmenhorst SPD-AGs: Gedenken an Kriegsende wichtiger denn je

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 08.05.2017, 14:31 Uhr

Mitglieder der SPD-Arbeitsgemeinschaften 60-Plus und Jusos haben am Montag an der Friedenslinde in Delmenhorst dem Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 gedacht. Als wichtiger denn je bezeichneten die Anwesenden das Gedenken an die Schrecken des Nationalsozialismus.

„Wir sind froh und können durchatmen, dass wir bei der Wahl in Frankreich vor einem Nationalismus verschont worden sind “, sagte SPD-Ratsmitglied Pastor Dr. Enno Kunokiewitz. In immer mehr Ländern gebe es nationalistische Tendenzen, auch in Deutschland gibt sich der Nationalismus preis.

„Zusammenleben in der EU gibt uns Kraft“

Die Sozialdemokraten wiesen daher auf die Bedeutung hin, an die „tiefste Zäsur“ der deutschen Geschichte zu gedenken, „in einer Zeit, in der es immer wichtiger ist, für den Frieden zu arbeiten“. Es grenze an ein Wunder, wie uns Deutschen damals die Hände der Mitmenschlichkeit gereicht wurden, betonte Pastor Kunokiewitz. „Das Zusammenleben in einer Europäischen Union gibt uns bis heute Kraft.“

Gedenken als feste Tradition

Die Friedenlinde an der Rudolf-Königer-Straße war von der SPD-60 Plus und den Jusos vor 22 Jahren zum 50. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs gepflanzt. In „einer guten Traditon“ legen die Sozialdemokraten jährlich Blumen davor nieder.

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