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Botschafter in Kopenhagen Delmenhorster vertritt Deutschland in Dänemark

Von Dirk Hamm | 07.04.2015, 21:18 Uhr

Von Zeit zu Zeit ist der Botschafter Deutschlands in Dänemark zu Besuch in Das ist kein Zufall, denn Claus Krumrei ist an der Delme aufgewachsen.

Es gibt nicht viele berufliche Karrieren, deren Höhepunkte mit solch prunkvollem Zeremoniell verbunden sind: Eine Ehrenformation, berittene Husaren sowie Hofdamen, Kammerherren und ein Hofmarschall in Uniformen aus napoleonischer Zeit bildeten die Kulisse, als Claus Krumrei im vergangenen September sein Beglaubigungsschreiben als deutscher Botschafter in Dänemark an Königin Margrethe II. übergab. Während des anschließenden Smalltalks mit der Majestät griff der gebürtige Delmenhorster auf ein historisches Kapitel zurück: „Ich habe angesprochen, dass ich aus dem Großherzogtum Oldenburg stamme und deshalb einen besonderen Sinn für die enge Verbindung zu Dänemark habe.“ Schließlich gehörte Delmenhorst einst zur Grafschaft Oldenburg, die von 1667 bis 1773 mit der dänischen Krone verbunden war.

Kopenhagen ist die fünfte Auslandsstation Krumreis, unter anderem in Moskau und Hongkong hat er zuvor die Interessen Deutschlands vertreten. Bis zu seinem Abitur am Max-Planck-Gymnasium 1974 war Delmenhorst der Lebensmittelpunkt des 60-Jährigen, ehe ihn Bundeswehr, Studium und schließlich der diplomatische Dienst in die Ferne zogen. Zum Besuch bei Verwandten weilt der Diplomat jedoch von Zeit zu Zeit gerne an der Delme.

Dabei kommen Erinnerungen an eine Stadt hoch, die sich seit den Kinder- und Jugendtagen verändert habe: „Delmenhorst war damals wohlhabend, eine hübsche Stadt“, sagt Krumrei, und ganz diplomatisch fügt er hinzu: „Noch hübscher als heute.“ Manches habe sich verbessert, etwa das Areal um den Wasserturm, an anderen Stellen jedoch prägten „Bausünden“ das Bild, vom Wollepark bis zum Abriss vieler Gründerzeithäuser an der Langen Straße.

Auch habe es früher „mehr gastronomisches Leben“ in der Innenstadt gegeben, sagt Krumrei. Hauptanlaufpunkt für die damaligen Maxe-Schüler sei das „Fass“ an der Cramerstraße gewesen, „das war eine Institution“.