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Breites Bündnis gegen Rechts Delmenhorster gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit

Von Marco Julius | 17.03.2016, 08:05 Uhr

Jürgen Schulenberg und Sebastian Rann sind neu im Sprecherrat des Breiten Bündnisses gegen Rechts. Gemeinsam soll die bewährte Arbeit fortgesetzt werden.

Mit frischem Wind, aber der bewährten Arbeit geht das „Breite Bündnis gegen Rechts – Delmenhorst bleibt bunt“ aktuell seinen Weg. Mit Jürgen Schulenberg und Sebastian Rann sind zwei neue Gesichter im Sprecherrat des Bündnisses vertreten. Sie ersetzen Erich Meenken und Franz Josef Franke, die anderweitig stärker eingebunden sind. Einen neuen Briefkopf gibt es ebenso wie ein neues Plakatmotiv, doch die Ausrichtung, wie Hartmut Nordbruch als Vorsitzender des Sprecherrates betont, bleibt dieselbe: „Gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen offenen Rassismus, für das Miteinander und die Demokratie.“ Diese Leitsätze gelten auch im Kommunalwahljahr 2016.

Das Bündnis, das über rund 120 Bündnispartner (Institutionen und Einzelpersonen) verfügt, will im August auf den Wochenmärkten auf dem Rathausplatz und in Düsternort präsent sein. „Wir wollen die Menschen zur Wahl aufrufen, werden aber keine Wahlempfehlung aussprechen“, sagt Dr. Christian Glaß vom Sprecherrat.

Diskussion in Stadtkirche

Aber auch sonst steht in diesem Jahr einiges an. Bereits am Donnerstag, 17. März, lädt das Bündnis ab 19 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung in die Stadtkirche. Die Veranstaltung geht zurück auf eine Aktion auf dem Marktplatz, bei der Ende Februar Menschen, die sich selbst als „besorgte Bürger“ bezeichnen, ihren Unmut mit der Flüchtlingspolitik zum Ausdruck bringen wollten. „Wir haben das Ziel, mit allen Bürgern und mit allen Gruppierungen in den Austausch zu treten“, sagt Glaß, „ausgenommen sind nur solche, die Fremdenfeindlichkeit, Hetze und Gewaltverherrlichung propagieren.“ In der Stadtkirche soll es um Argumente gehen, einiges könne richtiggestellt werden, es gehe aber auch darum, die Positionen anderer besser kennenzulernen.

Lesung und Referat

Im September soll es in der Markthalle ein Konzert mit der Bremer Band Grenzgänger geben, die mit politischen Liedern von sich reden macht. Im Zuge der Wanderaussstellung „Opfer des NSU“, die am 28. Oktober in der VHS gezeigt wird, ist eine Lesung geplant, die den Titel „Wenn das der Führer sähe... – Von der Hitler-Jugend in Filbingers Fänge“ trägt. Mit Denis van de Wetering kommt zudem bereits am 18. Mai ein ausgewiesener Experte in Sachen Rechtspopulismus/Neue Rechtsextreme auf Einladung des Bündnisses in die Stadt. Er referiert aller Voraussicht nach im Rathaus.