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„Brötchentaste“ für 60 Minuten Delmenhorster Politik will Gratisparken verlängern

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 29.03.2016, 17:29 Uhr

In einem gemeinsamen Antrag haben mehrere Ratsfraktionen ein Pilotprojekt für längeres Gratisparken in der Delmenhorster City gefordert. Damit soll eine Attraktivitätssteigerung für die Fußgängerzone erzielt werden.

Wie der FDP-Fraktionsvorsitzende Murat Kalmis im Namen der CDU, SPD und Gruppe FDP/Stöver mitteilt, beantragen die Parteien, die Parkzeit auf dem Hans-Böckler-Platz und dem Parkplatz Am Vorwerk für die erste Parkstunde von einer Parkgebühr zu befreien. „Das Pilotprojekt sollte auf einen Halbjahreszeitraum beschränkt werden, um nach den dann erfolgten Erfahrungen über Kosten und Steigerung der City-Attraktivität über eine Dauereinrichtung dieser Regelung entscheiden zu können“, teilt Kalmis mit.

Politik verspricht sich schnelle Attraktivitätssteigerung

Die Antragsteller halten es für dringend notwendig, dass die Attraktivität der Delmenhorster Innenstadt nachhaltig und auch schnellstmöglich erhöht werden muss. „Dabei kommt der bequemen und kostengünstigen Erreichbarkeit der Innenstadt eine große Bedeutung zu, auch in Hinblick auf die kostenfreien Parkmöglichkeiten im Bereich der Einzelhandelsplätze im Außenbereich der Delmenhorster City.“, heißt es in dem Antrag. Die sogenannte „Brötchentaste“ sei zwar schon eine Erleichterung für eilige Kunden, reiche in der Regel jedoch nicht aus, um kurzfristige Erledigungen in Ruhe geschehen zu lassen.

Verwaltung soll Pilotprojekt auswerten

Der Verwaltung soll es laut Antrag überlassen bleiben, ob sie die „Brötchentasten“-Zeit auf eine Stunde erhöht und die erste Parkstunde mittels der Parkscheibe anzeigen lassen möchte oder nur eine Form der Anzeige auswählt. „Auf alle Fälle sollte gewährleistet sein, dass der Kurzparkende, für die erste Parkstunde von einer Gebühr befreit wird und die Wirksamkeit dieser Maßnahme statistisch auch nachweisbar ist“, schreibt Kalmis. Nach Abschluss der Projektzeit von sechs Monaten soll die Verwaltung nach Wunsch der Politik über die Kosten und die Attraktivitätssteigerung berichten. „Bei der Bewertung der Attraktivitätssteigerung sollten die Innenstadtkaufleute und auch andere Gewerbetreibende in geeigneter Weise beteiligt werden“, heißt es im Antrag.