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Bronzefigur auf Wasserfilm Auf einen ersten Walzer mit Delmenhorsts Tänzer

Von Kai Hasse | 23.11.2017, 12:46 Uhr

Die Figur „Der Tänzer“ ist nun eingeweiht und dreht sich auf einem feinen Wasserfilm. Bis Mitte Dezember sollen Möbel, Nilpferd und Jan Tut in die Innenstadt kommen.

Der Tänzer ist in Bewegung. Die Bronzefigur, die 1986 zuerst aufgestellt wurde, ist nun nach zweieinhalb Jahren Einlagerung wegen der Innenstadt-Sanierung wieder an den alten Platz am westlichen Eingang der Langen Straße gekommen. Bereits am Mittwoch wurde die Figur samt Sockel mit einem Kran an ihren Platz gehoben – am Donnerstag ist sie nun in Betrieb genommen worden.

Drehung auf einem feinen Wasserfilm

Anfangs sehr langsam, schließlich recht flott dreht sich der Tänzer, ein in der Tanzbewegung ein Bein hebender junger Mann. Zur Einweihung sind Petra Hintz vom Fachbereich Straßenbau, Stadtbaurätin Bianca Urban und der Künstler Jürgen Knapp auf die kleine, sich mit dem Tänzer drehende Plattform gestiegen und drehten mit ihm einige Runden. Läuft. Die Figur steht frei beweglich auf einem Sockel und wird von unten mit einem Wasserstrahl angetrieben. Der Wasserdruck von 0,9 Bar hebt den Sockel an und lässt ihn quasi auf dem Wasserfilm „schweben“. Eine „geniale Lösung“, wie der Künstler selbst vor Ort feststellt. Außerdem: Dadurch, dass sich die Figur durch den Druck einer einzelnen Wasserleitung bewegt, sei es für sie sogar gut, wenn sie möglichst lange läuft – und das Wasser nicht, wie bei der Figur zuvor, öfters abgestellt wird. Denn wenn das Wasser nicht läuft, ruht die Scheibe samt Figur nicht auf dem Wasserfilm, sondern Stein auf Stein im Sockel.

Umgestaltung kostete 165.000 Euro

Geändert hat sich an dem Tänzer nicht nur die Drehung, sondern auch der schwere Grundstein, bei dessen Design auch Planer der Stadt mitgewirkt hatten. Er soll dazu einladen, dass man sich setzen kann – oder selbst dass Kinder auf der stabilen, simplen Konstruktion spielen können. „Ich wünsche der Innenstadt, der Figur und den Besuchern der Innenstadt damit viel Gutes“, sagte Stadtbaurätin Urban. Die Umgestaltung des Tänzers hat 165.000 Euro gekostet – was nach Angaben von Straßenbau-Chefin Hintz noch preiswert sei und deshalb möglich, weil in direkter Nähe die benötigte Technik in den Kellerräumen des City-Centers Platz vor Ort ist. Der Betrag ist Teil des Gesamtpaketes für die Neugestaltung der Innenstadt.

Nilpferd und Jan Tut in den Startblöcken

Die weitere Ausgestaltung der Fußgängerzone mit weiteren „Accessoires“ und Möbeln steht derweil sehr bald an: In der kommenden Woche, so Hintz, sollen die Bäume in die Innenstadt kommen, dann folgen Sitzbänke und Spielgeräte. Das Nilpferd und Nachtwächter Jan Tut im Bereich des Hertie-Gebäudes sollen dann bald folgen, ebenso wie die wegen der Pflasterung zunächst eingelagerten „Stolpersteine“. Fertig werden sollen diese Arbeiten bis zum 22. Dezember. Der Tänzer selbst soll sich ab sofort weiterdrehen.