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Bücher-Box in Düsternort Telefonzelle wird in Delmenhorst zur Mini-Bücherei

Von Frederik Grabbe | 06.09.2017, 22:13 Uhr

Schmökern statt schwatzen: Mit der Bücher-Box will das Nachbarschaftsbüro Düsternort Lesebegeisterte anlocken. Eine ausgediente Telefonzelle beherbergt von nun an eine kleine Bibliothek.

Pünktlich zum Sommerfest des Nachbarschaftsbüros Düsternort am Freitag feiert die erste Bücher-Box im Stadtgebiet ihre Eröffnung. Direkt vor der Tür des Büros in der Elbinger Straße 8 ist von nun an die Bücherei im Kleinformat in einer ehemaligen Telefonzelle untergebracht.

Neubelebung für ausgediente Telefonzellen

Die Idee zum Projekt hatte Jörg Mehrens, Leiter des Kinder- und Jugendhauses Treff Hasport. „Bundesweit werden Telefonzellen abgebaut“, weiß Mehrens. Dass die ausrangierten Häuschen nach einer Neubelebung zu gefragten Anlaufstellen für Lesebegeisterte werden, habe Mehrens andernorts beobachtet. Er hoffe, dass das Konzept in Delmenhorst genauso gut angenommen wird. Fünf ausgediente Telefonzellen hat der Treff Hasport gekauft, um diese in Bücherschränke umzuwandeln und in der Stadt aufzustellen. Die nächste Bücher-Box soll im Oktober beim Treff Hasport aufgestellt werden. Unterstützt wird das Jugendhaus von der Initiative „Ich kann was“.

(Weiterlesen Flüchtlinge lernen über das Nachbarschaftsbüro Düsternort Deutsch)

Unbürokratische Funktionsweise

„Die Bücher-Box soll ganz unbürokratisch funktionieren“, erklärt Wencke Lüttich vom Nachbarschaftsbüro. Jeder dürfe sich selbstständig ein Buch nehmen oder eigene Bücher hineinstellen. „Listen werden nicht geführt, einen Ausweis braucht man nicht.“ Gewartet werde die Mini-Bibliothek von Freiwilligen.

Mini-Bücherei steht noch leer, soll aber bald gefüllt werden

„Jetzt fehlen uns nur noch die Bücher“, sagt Bea Brüsehoff vom Nachbarschaftsbüro mit einem Lachen. Denn erst zwei Romane sind in der Box zu finden. „Wir hoffen auf zahlreiche Spenden beim Sommerfest“, so Lüttich. Ziel sei es, die Regale der früheren Telefonzelle komplett zu füllen. Ob Krimis, Koch- oder Kinderbücher, jede Lektüre sei willkommen. „Schön wäre es, wenn Bücher in verschiedenen Sprachen gespendet werden“, merkt Lüttich an. Die „Mini-Bücherei“ solle schließlich allen Bewohnern des Viertels offenstehen und sich über Sprachbarrieren hinwegsetzten.