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Bürger können Vorschläge einreichen Name für altes Hertie-Gebäude in Delmenhorst gesucht

Von Katja Butschbach | 08.01.2016, 08:01 Uhr

Die fünf Vorschläge für den Umbau des ehemaligen Warenhauses „Hertie“ sind im Rathaus zu sehen. In der Ausstellung wird auch um Namensvorschläge gebeten.

Fünf Vorschläge für die Umgestaltung des alten Hertie-Gebäudes sind seit Donnerstag im Rathaus zu sehen. Sie stammen aus dem Fassadenwettbewerb, dessen Sieger im November verkündet worden war . „Sie waren insgesamt gut, wir waren sehr zufrieden“, sagt Bau-Fachbereichsleiter Fritz Brünjes aus dem Rathaus, der auch in der Jury war, über die Entwürfe. „Es hat richtig Spaß gemacht.“ Man sehe, dass Qualität dahinter steckt.

Zukunft des Hertie-Gebäudes im Fokus

Neben dem Rückblick auf den Wettbewerb, den das Architektenbüro Angelis & Partner (Oldenburg) gewonnen hat, steht auch die Zukunft des Hertie-Gebäudes im Fokus: Bis zum 22. Januar können Bürger ihre Namensvorschläge für das Gebäude einreichen. „Vielleicht gibt es interessante Ideen“, sagte Werner Uhde, Aufsichtsratsvorsitzender des Investors Deutsche Immobilien Holding (DIH). Er wünsche sich etwas, wo Identifikation entsteht: Der Name habe für das Gebäude eine große Bedeutung, auch für die Mieter. Wer mitmacht, kann auch einen Geldpreis gewinnen.

Nach dem Ende der Ausstellung wolle man sich dann zusammensetzen, voraussichtlich mit einem Vertreter der Wirtschaftsförderung, um die Vorschläge auszuwerten. Wer mehrere gute Ideen habe, könne diese gerne einreichen.

Inspiration in der Ausstellung

Wer seinen Namensvorschlag abgeben möchte, kann sich auch in der Ausstellung inspirieren lassen. Dort werden die sehenswerten Entwürfe der zum Wettbewerb eingeladenen Büros Architekturbüro Reiners (Delmenhorst), Schröder Architekten (Bremen), HPP Hentrich-Petschnigg & Partner GmbH & Co. KG (Hamburg), „ravens+ architekten“ und des Siegers Architektenbüro Angelis & Partner (Oldenburg) gezeigt: Die Büros erläutern zu den Entwürfen ihre Sicht auf das alte Hertiegebäude.

Kleinteiligkeit immer wieder Thema

Immer wieder taucht das Thema der Kleinteiligkeit auf: So wollte das Architekturbüro Reiners die frühere kleinteilige Struktur wieder aufnehmen, und auch das Hamburger Büro wollte sich um eine Shoppingfassade bemühen, die sich harmonisch in die Innenstadt einfügt. Durch die Auswahl der Architekturbüros habe man versucht, „Lokalkolorit“ hereinzubringen, sagte Uhde.

Die Entwürfe müssen von der Ersten Projektentwicklungsgesellschaft Delmenhorst, Tochterfirma des Hertie-Investors DIH, nach den Wettbewerbsbedingungen der Architektenkammer öffentlich gezeigt werden. Die Ratsmitglieder, so Uhde, könnten sich die Entwürfe direkt im Rathaus ansehen.

Für die Fassadengestaltung wird mit einem Aufwand von 1,1 Millionen Euro kalkuliert.