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Bürger warnen vor „Sündenfall“ Beschlüsse zu Bauland in Delmenhorst vertagt

Von Michael Korn | 26.11.2015, 07:39 Uhr

Hunderte Bauwillige aus Delmenhorst und dem Umland müssen weiterhin auf ihre Wunschgrundstücke in Stadtrandlage warten.

Auf Druck von Bürgerinitiativen, die sich entweder kategorisch gegen neue Häuser in ihrer Nachbarschaft aussprechen oder aber nur stark abgespeckten Baugebieten zustimmen wollen, vertagte der Planungsausschuss des Stadtrates am Dienstag zwei Beschlüsse. Es ging um die umstrittenen möglichen Neubauflächen Langenwisch in Stickgras und Heidkamp in Bungerhof.

Initiativen wollen Biotope erhalten

Im Fall Langenwisch ist die Stadt den Bürgern bereits in erheblichem Umfang entgegengekommen. Die Geschosshöhen der geplanten Mehrfamilienhäuser wurden gekappt und die Privatflächen bei der Planung weitestgehend außen vor gelassen. Dennoch pochen die Initiativen unter anderem auf den Verzicht von Mehrfamilienhäusern und den größtmöglichen Erhalt von Biotopen.

Starke Nachfrage nach Geschosswohnungen

Die Verwaltung warb dagegen eindringlich für ein Angebot von Geschosswohnungen in attraktiver Architektur, da es hierfür eine starke Nachfrage gebe. Langenwisch könne ein Vorzeigegebiet für generationsübergreifendes Wohnen werden.

Erneute Beratungen

Im Fall Heidkamp sprachen die Bürger sogar von einem „Sündenfall“ im Außenbereich, weil Naturflächen, Lebensräume für Tiere, ein Naherholungsgebiet und landwirtschaftliche Flächen zerstört würden.

Sowohl für Langenwisch als auch für Heidkamp will die Ratspolitik sich erneut zu Beratungen innerhalb der einzelnen Fraktionen zurückziehen.