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Bundestagswahl in Delmenhorst und Ganderkesee Mehr als 80.000 Menschen sind stimmberechtigt

Von Mareike Bader | 22.08.2017, 09:36 Uhr

Vor der Bundestagswahl in sechs Wochen gibt es noch einiges zu beachten. Wer dann nicht ins Wahllokal gehen kann oder will, kann seine Stimme auch schon vorher abgeben.

In knapp sechs Wochen wird der neue Bundestag gewählt. Zum ersten Mal nehmen 2858 Delmenhorster und in Ganderkesee 1266 Wähler an der Bundestagswahl teil. „Eigentlich gibt es keine Erstwähler“, sagt Gruhn und verweist auf die Kommunalwahl im vergangenen Jahr, bei der das Mindestalter bei 16 Jahren lag. Für die Bundestagswahl müssen die Wähler jedoch mindestens 18 Jahre alt sein. Genau dieses Alter haben in der Gemeinde 322 Personen, in Delmenhorst gibt es 731 18-Jährige.

Damit sind insgesamt 82.198 Menschen in Delmenhorst (57.078) und der Gemeinde Ganderkesee (25.120) wahlberechtigt. Sie dürfen am 24. September zwischen 8 und 18 Uhr in den 50 Wahllokalen in Delmenhorst und 35 Wahllokalen in Ganderkesee ihre Stimme abgeben.

Zwei Wahllokale geändert

In Delmenhorst gibt es zwei Änderungen: Das Wahllokal in der Kirchengemeinde St. Paulus (235) wird ins Jugendhaus Sachsenstraße verlegt. Für die Bezirke 352 und 351 wird in der Grundschule Am Grünen Kamp gewählt. Der Standort in der Mosaikschule Fröbelstraße entfällt.

„Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird der Wahlkreisabgeordnete gewählt. Mit der Zweitstimme wird die Landesliste gewählt“, erklärt der Delmenhorster Stadtsprecher Timo Frers. Wahlberechtigt sind nach Paragraf 12 des Bundeswahlgesetzes etwa alle deutschen Staatsbürger, die mindestens 18 Jahre alt sind und seit mehr als drei Monaten in Deutschland leben.

Briefwahl kann nicht per Telefon beantragt werden

Wer am 24. September verhindert ist, kann auch vorher wählen. „Die Briefwahl ist möglich, sobald die Wahlbenachrichtigungskarte vorliegt“, sagt Hauke Gruhn von der Gemeinde Ganderkesee. Diese werde bis zum 3. September in der Gemeinde zugestellt. Die Stadt Delmenhorst warte momentan noch auf die erforderlichen Wahlbriefumschläge, teilt Timo Frers mit.

Der Wahlschein für die Briefwahl kann schriftlich oder mündlich bei der Behörde beantragt werden. Das sei auch per E-Mail oder Fax möglich, bekräftigt Frers. Ein Telefonanruf genügt jedoch nicht.

Stimmabgabe ab nächster Woche möglich

Unter Vorlage der Wahlbenachrichtigung oder des Ausweises könne seit dieser Woche im Bürgerbüro Ganderkesee gewählt werden. In Delmenhorst ist ab kommender Woche das Briefwahlbüro im Multifunktionsraum des City-Centers geöffnet, erklärt der Stadtsprecher.

Die Wahlen werden vor Ort von ehrenamtlichen Wahlhelfern und Mitarbeitern der Verwaltung betreut. Interessierte können sich weiterhin bei der Stadt Delmenhorst per E-Mail an wahlen@delmenhorst.de melden. Weiterlesen: Delmenhorst fehlen 60 Wahlhelfer