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Caritas-Projekt läuft ein Jahr Familienpaten kommen in Delmenhorst gut an

Von Marco Julius | 23.07.2015, 16:54 Uhr

Delmenhorst Vor einem Jahr hat der Caritas-Verband das Projekt Familienpaten angeschoben. Mit Erfolg, wie eine Bilanz jetzt zeigt.

Eine positive Bilanz zieht der Caritasverband Delmenhorst, nachdem sein Familienpaten-Dienst jetzt seit rund einem Jahr läuft. Petra Gieseking, Koordinatorin des Dienstes, hat gestern den aktuell sieben Familienpatinnen und einem Familienpaten im Alter von 40 bis 75 für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt und zugleich berichtet, dass sich noch weitere Familien, aber auch weitere Freiwillige, die Pate werden möchten, bei der Caritas melden können.

Einmal die Woche in der Familie

„Die Familienpaten unterstützen Familien mit Kindern ab dem ersten Lebensjahr bis ins Grundschulalter. Sie besuchen die Familien in der Regel einmal in der Woche für zwei bis drei Stunden“, erläutert Gieseking. Sieben Familien haben das freiwillige Angebot bislang in Anspruch genommen, das durchaus bis zu zwei Jahre laufen könne. „Die Resonanz ist mehr als gut“, sagt Giesking, sowohl die Kinder als auch die Eltern meldeten zurück, wie hilfreich die Unterstützung ist. Die eigens geschulten Familienpaten begleiten einzelne Kinder oder Familien zum Sport, sie gehen mit den Kindern zum Turnen, auf Spielplätze, zum Schwimmen oder ins Kino, sie basteln, tanzen, helfen bei Schulaufgaben oder haben einfach ein offenes Ohr. „Nicht alle haben das Glück, Oma und Opa, Tanten und Onkel oder verlässliche Nachbarn vor Ort zu haben“, weiß Gieseking. Häufig gebe es auch Familien oder Alleinerziehende, zu denen es mehrere Kinder und/oder Kinder mit Beeinträchtigung gehören.

Lebenserfahrung weitergeben

Die Paten selbst berichten davon, wie schön es sei, Lebenserfahrung weitergeben zu können. „Die Kinder und Familien geben einem viel zurück“, sagt Gieseking. Alle vier Wochen treffen sich die Paten mit ihrer Koordinatorin, tauschen sich aus, bilden sich fort.

Wer sich für den Familienpatendienst, sei es als Familie oder möglicher Pate, interessiert, kann sich unter (04221) 983490 bei der Caritas melden. Entstehende Kosten für Paten, etwa Fahrtgeld, übernimmt die Caritas. Wer selbst keine Zeit hat, als Pate mitzuhelfen, könne das Projekt mit Spenden unterstützen.