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Chef des JHD-Aufsichtsrats äußert sich „Millionen für Stabilisierung des JHD Delmenhorst gegeben“

Von Thomas Breuer | 20.10.2017, 18:35 Uhr

„Manchmal entwickeln die Dinge eine solche Dynamik, dass es nicht anders geht.“

Mit diesen Worten begründet Peter König, ehrenamtlicher Vorsitzender des Aufsichtsrats der Josef-Hospital-Delmenhorst-Holding, die fehlende Vorabinformation für die Beschäftigten zum Rückzug der katholischen Kirche aus der Krankenhausfinanzierung vor Ort.

„Mich bewegen die Menschen, die dort arbeiten“

König, der als Einziger aus dem Aufsichtsrat berichten darf und zuletzt nach außen vor allem geschwiegen hatte, bekräftigt, dass sein Gremium ungeachtet der neuen Entwicklung Plattform und Bindeglied für die Weichenstellung des künftigen Krankenhauses bleiben wolle. „Was mich bewegt, sind die Menschen, die dort arbeiten“, sagt er. Deshalb müssten Stadt und Stiftung St. Josef-Stift weiterhin in engem Miteinander die Zukunft des JHD auf den Weg bringen.

Noch viele offene Fragen zu klären

Im Zuge des über kurz oder lang anstehenden Ausstiegs der Stiftung als Gesellschafter der Holding sind laut Holding ungeachtet des gestoppten Geldflusses viele Fragen zu klären. Exemplarisch verweist König auf die Übertragung von Vermögenswerten. Eine weitere im Raum stehende Frage ist die nach der Nutzung des Grundstücks, auf dem das Krankenhaus der Zukunft entstehen soll.

„Schnell wieder Verlässlichkeit erreichen“

König sagt, Ziel müsse die umfassende Gesundheitsversorgung der Zukunft sein: „Außerdem müssen wir für die Belegschaft schnell wieder Verlässlichkeit erreichen.“ Angesichts des laufenden Schutzschirmverfahrens für zwei JHD-Gesellschaften sei der Aufsichtsrat aber in seiner Handlungsfähigkeit sehr eingeschränkt.

„Erheblich zur Stabilisierung beigetragen“

Dass das Krankenhaus ungeachtet der Weigerung, weiteres Geld für das JHD bereitzustellen, nicht aufgegeben werden soll, hatten auch katholische Kirche und Stiftung St. Josef-Stift bereits am Donnerstag erklärt. Laut König sind seit Gründung der Holding vor fast zwei Jahren seitens der Stiftung mehrere Millionen Euro, auch durch die Übertragung von Betriebsvermögen, in die Gesellschaft geflossen. „Das hat erheblich zur Stabilisierung beigetragen“, so der Chef des Aufsichtsrates.