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Mit den Beatles und James Bond Chor-Nection bietet im Stuhrer Rathaus umjubeltes Konzert

Von Von Rainer Jysch | 03.03.2020, 09:25 Uhr

Im nahezu voll besetzten Rathaussaal in Stuhr haben die Sängerinnen und Sänger von Chor-Nection am Wochenende ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt. Neben weltlichen Liedern, Gospelsongs und Hits aus der Popgeschichte begeisterte die Gruppe ihr Publikum auch mit Filmmusik.

Nach dem großen Erfolg der Sommerkonzerte hat der Pop- und Gospelchor Chor-Nection unter Leitung von Florian Krämer am Samstag noch einmal sein Programm „Die Welt braucht Lieder“ im Stuhrer Rathaus aufgeführt. Begleitet wurde der rund 40-köpfige Chor von dem Instrumental-Trio bestehend aus Tammo Reckeweg (Gitarre), Thomas Reckeweg (E-Bass) und Simon Woida (E-Piano). Auch Dirigent Florian Krämer begleitete einige Stücke am Klavier.

Saal nahezu voll besetzt

Das abwechslungsreiche Programm setzte sich aus beliebten Popstücken der letzten Jahrzehnte sowie bekannten und weniger bekannten Gospels zusammen. Auch mit Chorstücken aus verschiedenen Epochen, etwa der Renaissance und der Romantik, erfreuten die Sängerinnen und Sänger nebst Instrumentalisten ihr Publikum im nahezu voll besetzten Ratssaal.

Gleich zu Beginn trug der Chor das Titelstück „Die Welt braucht Lieder“ vor, arrangiert von Florian Krämer. Anstelle einer klassischen Moderation mit den üblichen Erläuterungen zu den vorgetragenen Werken hatte sich das Ensemble dazu entschieden, einen Briefwechsel zwischen der fiktiven Mitsängerin Anne und ihrer besten Freundin Bettina vortragen zu lassen. Chormitglied Martina Behrens, an einem Tisch auf der Bühne sitzend, hatte es übernommen, Annes in Brieftexte gefasste Gedanken und Empfindungen vorzulesen.

Briefverkehr als Rahmenhandlung

In ihren Briefen beschreibt Anne, wie sie nach einem Umzug in eine neue, fremde Stadt Mitglied in einem Chor wurde und was sie dort erlebt hat. Auf der Suche nach einer passenden Chorgemeinschaft habe sie verschiedene Konzerte besucht. „Ich habe eine Gruppe gefunden, die mich total begeistert und an meinen Schulchor erinnert.“ Unter kompetenter Leitung und mit viel Freude und Herzlichkeit habe dieser Chor gesungen. Da wolle sie nun mitmachen.

So, wie Anne den neuen Chor in ihren Briefen beschreibt, so ist auch Chor-Nection für alles offen, was Musik ist. Neben weltlichen Liedern, Gospelsongs und Hits aus der Popgeschichte begeisterte die Gruppe ihr Publikum auch mit Filmmusik wie „Skyfall“ aus dem gleichnamigen Bond-Streifen von 2012. „Ja, tatsächlich: James Bond 007“, schreibt Anne voller Freude an ihre Freundin. „Dieser Chorsatz erforderte unsere volle Konzentration.“ Zuvor hatten sich die Zuhörer über „Wade in the Water“ mit Gesangssolist Tobias Niehaus gefreut, gefolgt von dem Gospel „May The Lord Send Angels“.

Beatles läuten Schlussakkorde ein

Auch das Publikum war zum Mitsingen aufgefordert. Der Chor hatte dafür das Lied „Alles gut“ ausgewählt. Der Text war auf dem Programmblatt nachzulesen. Einen Ausflug in die „ehrwürdige Musik“ der Renaissance wagten die Sänger mit dem Stück „Mit Lieb' bin ich umfangen“. Eine besondere gesangliche Vielfalt gelang dem Ensemble mit einem weiteren Renaissance-Stück, „Now is the month of maying“ des britischen Komponisten Thomas Morley, das dieser Ende des 16. Jahrhunderts veröffentlicht hatte. Neben ganz alten Songs war auch die Neue Deutsche Welle mit „Junimond“ vertreten, den Rio Reiser einst erfolgreich besungen hatte. Bei dem Stück „Amazing Grace“, als auf Plattdeutsch gesungene Hymne, stimmte das Publikum erneut ein: „Nu leve Lüüd, de Tiet geiht hen, loot us tosomen sing’n.“

Zum Abschluss waren noch die Beatles mit „With a little help from my friends“ in die Setliste aufgenommen worden. Die Fab Four aus Liverpool machten die bereits gezeigte Vielfalt perfekt. Das einst von Ringo Starr gesungene Lied hinterließ auch in der Version von Chor-Nection einen guten Eindruck.

Recht heftig erklatschte sich das Publikum eine Zugabe und wurde mit „Die Welt braucht Lieder“ belohnt. Das erste Lied des Abends war also auch das letzte Stück.