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Delmenhorster Markthalle Christina Rommel kann mit Musik und Nascherei bei Publikum punkten

Von Jasmin Johannsen | 20.10.2019, 15:31 Uhr

Nicht nur ein Hör-, sondern auch ein Geschmackserlebnis wurde dem Publikum am Samstagabend geboten: Christina Rommel und ihre Band gastierten mit „Schokolade – Das Konzert“ in der Markthalle - und schickten einen kurzen Dank nach Südamerika.

„Wir stehen auf Schokolade“, hieß es am Samstagabend aus den Publikumsreihen und von der Bühne im Einklang, als Christina Rommel in der beinahe ausverkauften Markthalle auftrat. Denn die Musikerin spielte nicht „nur“ ein Live-Konzert, sondern bot ihren Zuschauerinnen und Zuschauern noch etwas mehr: Unter dem Motto „Deutscher Schoko-Rock vom Feinsten wird serviert mit edler Schokolade“ gab es Genuss für die Ohren und den Gaumen. Während Christina Rommel und ihre Band auf der Bühne Rock und Pop zum Besten gaben, zeigte Chocolatier Dirk Beckstedde im Hintergrund in einer kleinen Schokoladenküche, dass er sein Handwerk perfekt beherrscht. Davon durfte sich das Publikum mehrmals überzeugen: Die kleinen Täfelchen und Pralinen wurden von „Schokoladenmädchen“ in den Zuschauerreihen ausgeteilt.

Ein greifbar gewordenes Glücksgefühl

„Ich habe die ganze Welt bereist, um die beste Schokolade zu finden“, erzählte Christina Rommel ihrem Publikum. Fündig wurde sie offenbar hier in Deutschland bei Dirk Beckstedde, den sie direkt für ihr markenrechtlich geschütztes Konzept „Schokolade – Das Konzert“ engagierte. Auf die Idee kam die 38-Jährige durch einen über zehn Jahre alten Song, der – wie könnte es anders sein? – „Schokolade“ heißt. Fan der süßen Versuchung ist Christina Rommel nämlich schon lange. „Schokolade“, berichtete sie, „ist für mich greifbar und essbar gewordenes Glücksgefühl.“ Besonders die Nuss-Nougat-Kreationen – die es prompt neben Vollmilch, Zartbitter und anderen Sorten zu probieren gab – hätten es ihr angetan, verriet sie dem Publikum.

Trommeln entführen an exotische Orte

Angetan zeigte sich das Publikum wiederum nicht nur von den Naschereien, sondern auch von den Liedern der Musikerin. Gerade der poppige Weltenbummler-Song „Ich hör das Meer“ oder das etwas rockigere „Mach die Augen auf“ kamen bei den Konzertbesuchern gut an. Ruhiger wurde es dann wiederum mit „Alte Fotos“ und „Was ist dein Glück?“, bei denen Christina Rommels klare Stimme besonders zur Geltung kam und die atmosphärisch perfekt in die heimelig beleuchtete Markthalle passten. Besondere Instrumente wie die Udu-Drum aus Nigeria – das viertgrößte Anbaugebiet für Kakaobohnen weltweit, wie Beckstedde verriet – oder die Ocean Drum entführten melodisch an exotische Orte. Dank an die Maya und Azteken

Die musikalischen Einlagen durchbrachen die Musikerin und der Chocolatier immer wieder, um „den Schokoladen-Sachverstand des Publikums zu testen“. „Wann wurde die Kakaobohne entdeckt?“ fragte Christina Rommel da in die Runde. Nach dem Rätselraten der Zuhörerinnen und Zuhörer hatte der Fachmann Beckstedde die richtige Antwort parat. Wir Europäer müssten nämlich den Maya und Azteken danken, die Südamerikaner hätten schon vor über 3.500 Jahren den Cacao als Nahrung der Götter ausgemacht. „Sie waren die ersten, die die Bohnen rösteten“, erklärte Beckstedde.

Inspiration, Wegbegleiter auf ihren weltweiten Tourneen und „Heimat zum Mitnehmen“ – das alles würde Schokolade für sie darstellen, fand Christina Rommel poetische Worte für ihre zweite Leidenschaft neben der Musik. Und auch vor dem Delmenhorster Publikum würde sie sich mit ihrem Schokoladenkonzert wohl fühlen. Nur ein Makel ist ihr aufgefallen bei einem Rundgang durch die Stadt: „Hier gibt es keinen Kakaobaum“, schmunzelte sie.