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Cirque de danse in Delmenhorst 200 Tänzer verwandeln Kleines Haus in Zirkusmanege

Von Jasmin Johannsen | 07.05.2017, 12:45 Uhr

Fliegende Tücher und rotierende Hula-Hoop-Reifen: Der „Cirque de Danse“ des Tanzstudios „Art of Dance“ gastierte am Samstag, 6. Mai, im ausverkauften Kleinen Haus und begeisterte das Publikum. Delmenhorst. „Zirkus, Zirkus… und Tanz, Tanz, Tanz!“ – Getreu dem gewählten Motto wirbelten am Samstag grazile Zauberinnen, tollpatschige Clowns und tanzwütige „Wildtiere“ über die Bühne des Kleinen Hauses.

Die großen und kleinen Akteurinnen des Tanz- und Yogastudio „Art of Dance“ von Sandra Brüning hatten sich für ihre diesjährige Aufführung der Manege des „Cirque de Danse“ verschrieben und trafen damit den Nerv des Publikums: Am Nachmittag sowie am Abend waren beide Vorstellungen bis auf wenige Plätze ausverkauft.

Die vielfältigen Choreographien mit Elementen aus dem Ballett, Jazz Dance, Hip-Hop, Stepptanz und Modern Dance boten nicht nur den tanzaffinen Zuschauern einen Augenschmaus, auch die detailreichen Kostüme der Tänzerinnen beeindruckten immer wieder aufs Neue. Bei 28 tänzerischen Darbietungen in zwei Akten wechselten die über 200 Akteurinnen im Alter von vier bis 80 Jahren ebenso oft ihre Maskerade.

„Manege frei“ hieß es für die stepptanzenden Bauchladenverkäuferinnen, genauso wie für die „Ballett Ten und Teenys“, die sich als Seiltänzerinnen versuchten. Durch das Programm führte „Zirkusdirektorin“ Katrin Brandes, die zusammen mit Sandra Brüning, Ines Wesemann, Gloria Syma und Luisa Lohöfer auch für die Choreographien und die Einstudierung der einzelnen Tänze verantwortlich war.

Papageien, Wildkatzen und Mambo-Zebras erobern die Manege

Gleich zu Beginn der Vorstellung konnten sich die „Ballett Kids“ mit ihrem „Süßigkeitentanz“ über stürmischen Applaus freuen. Im Tutu und Pirouetten drehend entzückten die kleinsten Tänzerinnen die Zuschauer. Modern Dance mit experimentellen Einflüssen bot kurz darauf ein wilder „Stühletanz“, bei dem die Akteurinnen auch ihr akrobatisches Können bewiesen. Mit gleichem Geschick und wie im Zirkus üblich zeigte wenig später eine Gruppe Turnerinnen Kunststücke am Reifen und am Band.

Natürlich durften auch die Tiere in der Manege nicht fehlen: „Papageien“ spannten zu südamerikanischen Klängen ihre Federn, „Wildkatzen“ tänzelten genauso über die Bühne, wie „Schlangen“ samt Schlangenbeschwörerin, weiße „Pferde“, kleine „Mäuse“ und „Mambo-Zebras“. Neben tänzerischen Darbietungen kam auch die Zirkus-Komik nicht zu kurz. Zwei Clowns (Svea Coldewey und Floriane Krüll) lockerten das engmaschige Programm mit tollpatschigen Streichen auf.

Die Stimmung zum Kochen brachte eine nicht minder komödiantische Darbietung balletttanzender Geister, die durch Gespensterjäger („Hip-Hop Kids“) und Ray Parker Juniors „Ghostbuster“ vertrieben wurden. Für die aufwändige und spektakuläre Aufführung bedankte sich das Publikum mit tosendem Applaus und begeisterten Pfiffen.