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Nicole Halves-Volmer geht City-Managerin vor Abschied aus Delmenhorst

Von Marco Julius | 18.07.2019, 16:44 Uhr

Die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft muss sich nach einer neuen City-Managerin umsehen. Nicole Halves-Volmer, die diesen Posten seit Anfang März 2017 ausgefüllt hat, verlässt die dwfg, wie Geschäftsführer Ralf Hots-Thomas auf dk-Nachfrage bestätigte.

Die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft muss sich nach einer neuen City-Managerin umsehen. Nicole Halves-Volmer, die diesen Posten seit Anfang März 2017 ausgefüllt hat, verlässt die dwfg, wie Geschäftsführer Ralf Hots-Thomas bestätigt. Halves-Volmer werde den Bereich City-Management der dwfg bereits zum 1. September verlassen. „Die Trennung erfolgt im beiderseitigen Einvernehmen, nach knapp zweieinhalb erfolgreichen Jahren möchte sich die erfahrene City-Managerin neuen Herausforderungen, mit deutlich mehr Führungs- und Finanzverantwortung, in der Seestadt Bremerhaven stellen“, heißt es in einer Mitteilung der dwfg, die Hots-Thomas als Nachfolger von Axel Langnau übergangsweise leitet. Die Geschäftsführung bedauere die Entscheidung von Halves-Volmer sehr. „Frau Halves Volmer hat hervorragende Arbeit für die dwfg geleistet und viele Projekte erfolgreich umgesetzt“, sagt Hots-Thomas. Die dwfg verliere eine kompetente Persönlichkeit.

Übergangslösung gefunden

Die bereits angelaufenen Projekte und Aktivitäten im Bereich City-Management werden, auch das teilt die dwfg mit, vorübergehend von Jennifer Burdorf, der Leiterin des Projekts „Campus Delmenhorst“, fortgeführt, bis eine Nachfolgeregelung getroffen worden ist. „Frau Burdorf sind die Akteure der Delmenhorster City bestens bekannt, da sie im vergangenen Jahr ein Langzeitpraktikum im Bereich City-Management der dwfg absolviert hat“, sagt Hots-Thomas. Zudem will sich der Geschäftsführer jetzt selbst verstärkt in das City-Management einbringen. „Das ist für mich auch eine Chance, die Stadt noch besser kennenzulernen“, sagt Hots-Thomas, der erst seit dem 1. April im Amt ist. Er verweist zudem darauf, dass man derzeit in Gesprächen sei, wie die dwfg künftig strukturell aufgestellt werden soll. „Das ist auch entscheidend für mögliche Stellenausschreibungen.“

Als Ideengeberin verstanden

Ihre eigene Rolle als City-Managerin hat die gebürtige Rheinländerin Halves-Volmer zu Beginn ihrer Arbeit in Delmenhorst mit dem Wort „Ideengeberin“ umschrieben. Bevor sie nach Delmenhorst wechselte, hat sie in den Bereichen Stadtmarketing und City-Management in Andernach, Koblenz und Verden Erfahrungen gesammelt. In Delmenhorst hat sie zuletzt den digitalen Einkaufsführer „Shopping-Delmenhorst.de“ mit an den Start gebracht. Auch die Aktion „Heimat shoppen“, die Bewusstsein für den heimischen Einzelhandel schaffen sollte, hat sie in der Stadt organisiert. Dass die hiesige Kaufmannschaft die Innenstadt mit Blumenkübeln begrünt hat, geht auf eine Initiative der City-Managerin zurück, die stets öffentlich dafür geworben hat, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu steigern und das Wir-Gefühl zu stärken.

Sprecher der City-Kaufleute in Sorge

Die dwfg steht nun vor der Herausforderung, neben der Suche nach einem neuen Geschäftsführer auch die Stelle der City-Managerin neu besetzen zu müssen. Denn dieser Posten, das betont Christian Wüstner, Sprecher der City-Kaufleute, sei von großer Bedeutung für die Innenstadt. „Nicole Halves-Volmer wird uns Kaufleuten menschlich und als verlässlicher Ansprechpartner fehlen“, betont er in einer ersten Reaktion auf den angekündigten Abschied. „Wir verlieren da an einer wichtigen Verbindungsstelle eine fähige Person und müssen nun gefühlt wieder bei Null anfangen“; sagt der Kaufleute-Sprecher. Dass die Vorgängerin von Halves-Volmer, Angela Bartelt, nach rund einem Vierteljahr bereits wieder gegangen war und nun schon wieder eine Nachfolgerin gesucht werde, mache die Sache nicht einfacher. „Wenn die Stelle zu einem Durchlaufposten wird, kann das nicht gut sein für die City. Um größere Projekte anzuschieben, muss Vertrauen wachsen können.“ Der Abschied von Halves-Volmer sei definitiv keine gute Nachricht. „Ich bin sogar der Überzeugung, dass sie noch viel mehr erreicht hätte, wenn sie mit mehr Kompetenzen, Freiheiten und einem Budget ausgestattet gewesen wäre“, sagt Wüstner.