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Comedy in der Divarena Hennes Bender und die Delmenhorster verstehen sich

Von Mareike Bader | 22.10.2017, 14:06 Uhr

Szenen aus seiner Ehe, Parodien verschiedener Dialekte oder einfach drauf los plappern: Hennes Bender hat in der Divarena wieder richtig gut unterhalten.

Hennes Bender mag Delmenhorst. Er war der erste Künstler mit Soloprogramm in der damals neu eröffneten Divarena und hat hier ein passendes Publikum für seine Preview-Shows gefunden. Auch bei seinem Auftritt bei seiner aktuellen Tour „Luft nach oben“ am Samstag herrscht lockere Atmosphäre.

„Man muss zusammenkommen und Spaß haben“, bekräftigt Bender. Seine Live-Show ist einmalig, da hat er recht. Da gibt es Verhaspler oder halbe Worte –Hennes Bender und sein Publikum verstehen sich trotzdem. Und es wird gelacht, auch wenn Bender seinen Gag versemmelt. Oder gerade deshalb.

Spaß mit Ganderkesee

Benders Herz schlägt für den Ruhrpott, dort ist er schließlich aufgewachsen. Sein Auftrittsort ist ihm aber nicht egal, hat Spaß an Ortsnamen wie Wildeshausen oder Ganderkesee. Letzteres falsch auszusprechen scheint ihm mächtig Spaß zu machen. Überhaupt hat der selbst ernannte „Hobbit auf Speed“ jede Menge Spaß. Und das Publikum mit.

Es wird miteinander und übereinander gelacht. Die Zeit vergeht wie im Flug. Dabei quasselt sich der Komiker so galant von einem Thema zum nächsten, als ob ihm alles spontan einfallen würde. Er nimmt seinen Alltag auf die Schippe, Erlebnisse bei Bahnreisen und wird auch mal politisch. Bender weiß, was er macht.

Bei der Zugabe fallen die Hüllen

Er vergisst nichts. Weder seine zwei Helden David Bowie und Freddie Mercury noch das Versprechen sich nicht auszuziehen. Das hat durchaus Kalkül. Bei der ersten Zugabe fehlt schon mal die Weste. Bei der Übersetzung von Queens „Bohemian Rhapsody“ fällt dann auch noch das T-Shirt.

Bender scherzt sich durch Deutschland

Hennes Bender hat sich quer durch Deutschland gescherzt, aus fast jeder Ecke hat er was zu berichten. München sei wie Düsseldorf mit Geld und über Berlin sagt er: „Die Höflichkeit wurde nicht in der Hauptstadt erfunden.“

Die entsprechenden Dialekte hat der 49-Jährige natürlich auch drauf. Ebenso kann er Thomas Gottschalk oder Martin Semmelrogge parodieren.

„Nützt ja nix“

Wenn es um den Norden geht, klingt aber alles wie in Hamburg. Und er zeigt sich vom Publikum überrascht, denn seiner Meinung nach gelte: „Je weiter nördlich man kommt, desto kühler wird es“. „Das ist Tüddelkram“, wird ihm gleich entgegengerufen. „Nützt ja nix“ – man versteht sich.