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Das Hohe Haus auf Rädern Rollender „Bundestag“ klärt in Delmenhorst über Demokratie auf

Von Jasmin Johannsen | 05.05.2017, 11:12 Uhr

Auf seiner Deutschlandtournee gastiert das Infomobil des Bundestages noch bis Samstag in Politikinteressierte können sich vor Ort auch von hiesigen Bundestagsabgeordneten informieren lassen.

Nicht alle Menschen haben die Möglichkeit direkt nach Berlin zum Bundestag zu reisen, deshalb ist es eine tolle Idee, den Bundestag einfach zu den Menschen zu bringen“, befindet die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag.

Sie war am gestrigen Vormittag zu Gast im Infomobil des Deutschen Bundestages, das auf seiner großen Städtetournee auch auf dem Delmenhorster Rathausbrunnenplatz Halt macht. Mit verschiedenen interaktiven Angeboten wird der Bevölkerung dabei die Funktion und die Arbeit des Parlaments nähergebracht.

Abgeordnete plaudert aus ihrem Alltag

Willkommen seien besonders junge Menschen, erklärte Albrecht Eggert vom Team des Infomobils. Der Einladung folgten gestern die Schüler und Schülerinnen einer 11. Klasse der IGS. Sie erhielten von der Delmenhorster Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag aus erster Hand Antworten auf ihre Fragen rund um die Arbeitsweisen des Parlaments.

Wie kommt man überhaupt in den Bundestag? Wie sieht eine Arbeitswoche im Berliner Parlament aus? Und gab es am Anfang als neue Abgeordnete Eingewöhnungsschwierigkeiten? Mittag plauderte mit den Jugendlichen nicht über die hohe Politik, sondern erklärte was Demokratie eigentlich bedeutet und welchen Schwierigkeiten Politiker sich oftmals stellen müssen. „Das Nachtdiensttraining hilft mir bei den langen Sitzungen“, lacht die ehemalige Polizistin, als sie erzählt, dass Debatten auch schon einmal bis in die frühen Morgenstunden dauern können.

Appell: Einfluss auf Zukunft nehmen

Neben den unterhaltsamen Anekdoten über das Berliner Parlament sprach Mittag auch ernsthafte Themen an und machte deutlich: „Eure Zukunft wird gerade von der Generation eurer Eltern und Großeltern entschieden.“ Deshalb sei es besonders wichtig, dass auch junge Leute politisch interessiert und engagiert auftreten würden.

Dies sei im Übrigen ganz einfach: „Ihr könnt durch Wahlen und mit Petitionen Einfluss nehmen, oder einfach in direkten Kontakt mit euren Abgeordneten treten“, klärte Eggert die Schüler und Schülerinnen auf.