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„Das Regenbogen Kinderland“ Neue Delmenhorster Kita ist jetzt schon voll

Von Vincent Buß | 02.11.2018, 20:28 Uhr

Die neue Delmenhorster Kita „Das Regenbogen-Kinderland“ wurde am Freitag, 2. November, offiziell eröffnet. Im Vorfeld lief jedoch nicht alles glatt.

Dass die Kita an der Hasberger Straße 132 neu ist, ist ihr laut Leiterin Martina Stürenburg sofort anzusehen: „Die Flure sind großzügiger als in älteren Gebäuden und es gibt mehr Nebenräume, etwa für Kleingruppenarbeiten.“ Alle Räume haben zudem viele Fenster, auch der Bewegungsraum.

Herausforderungen im Vorfeld

Die Einrichtung wurde am Freitag, 2. November, mit einer Feier offiziell eröffnet. In Betrieb ist sie jedoch schon seit August. „Der Weg war lang und manchmal etwas beschwerlich“, erzählte Michael Pleus, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Delmenhorst, während seiner Rede. Im Februar musste der Kita-Start von Frühjahr auf Sommer verlegt werden, weil aufgrund des Bau-Booms Arbeitskräfte fehlten. Sorge bereitete Pleus nach eigenen Angaben auch die Betriebserlaubnis: Diese habe das niedersächsische Kultusministerium erst am Tag, bevor die ersten Kinder begrüßt werden sollten, erteilt. Dass das „Regenbogen-Kinderland“ neben der Käthe-Kollwitz-Grundschule steht, begrüßte der Geschäftsführer: „Dort gehört eine Kita auch hin.“

Plätze und Öffnungszeiten

Mittlerweile ist die Einrichtung laut Stürenburg fast komplett ausgelastet: „Die letzten der 105 Plätze sind ab Januar belegt.“ Erst zum Sommer könnten wieder Kinder aufgenommen werden. Die Plätze verteilen sich auf zwei Krippengruppen für Null- bis Dreijährige sowie drei weiterführende Kindergartengruppen. Die Kernzeiten sind von acht bis 16 Uhr. Der Frühdienst beginnt eine Stunde eher, der Spätdienst geht eine Stunde länger. Zum Team gehören 16 feste Mitarbeiter. Diese zu finden sei gar nicht so einfach gewesen, berichtete Stürenburg. „Es ist nicht mehr so wie früher, dass der Markt von Erziehern überschwemmt ist.“

Erste Kita des DRK in Delmenhorst

Für das Delmenhorster DRK ist es die erste Kita in der Stadt. Für die Übernahme der Trägerschaft dankte Oberbürgermeister Axel Jahnz dem Verband, denn: „Das ist nicht selbstverständlich.“ Das DRK reihe sich damit neben beispielweise Stadt, Kirchen und AWO in die Reihe der Träger ein. Auch Jahnz begrüßte den Standort neben der Grundschule. „Der Übergang von Kita zur Schule ist sehr wichtig“, erklärte er. Er kündigte zudem an, dass die Stadt weitere Kitas bauen werde: „Jedes Jahr ist eine geplant.“

Insgesamt sollen in Delmenhorst in den nächsten Jahren 580 neue Krippen- und Kindergartenplätze entstehen. Wie das „Regenbogen-Kinderland“ werden die weiteren Einrichtungen in einer Standard-Bauweise errichtet, sodass sich die Kosten je Kita zwischen 3,1 und 3,5 Millionen Euro bewegen. Finanziert wird der Bau teilweise aus Fördermitteln.

Das sagen Eltern

Dass es nun mehr Kitaplätze gibt, freute Oezlem Otur, deren zweijährige Tochter Almila nun im „Regenbogen-Kinderland“ ist. „Es ist schön, dass alles neu ist“, sagte die 32-Jährige auf der Feier. Dadurch seien auch die Mitarbeiter besonders motiviert, vermutete sie. Einer weiteren Mutter, Lena Baramsky, gefiel nicht nur die Nähe der Kita zu ihrem Wohnort: „Wenn alle Kinder neu sind, finden sie auch leichter Freunde.“