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Deichbrand Festival Nordholz „Rocker retten“: Delmenhorster Sanitäter im Einsatz

Von Alina Tiryaki, Alina Tiryaki | 16.07.2016, 11:03 Uhr

Auf dem Deichbrand-Festival in Nordholz bei Cuxhaven sind in diesem Jahr auch neun Johanniter aus Delmenhorst dabei. Der Delmenhorster Sven Köster hat Erfahrung mit Einsätzen auf Festivals dieser Größenordnung. Das Deichbrand Open Air wird von mehr als 50.000 Menschen besucht und es gehört zu den bekanntesten Spektakeln ganz Deutschlands.

Neun Delmenhorster sind am kommenden Wochenende, 21. bis zum 24. Juli, auf dem Deichbrand-Festival als Sanitäter im Einsatz. Unter dem Motto „Rocker retten“ reisen insgesamt 90 Helfer der Johanniter-Unfall-Hilfe unter der Führung des Regionalverbandes Bremen-Verden zum Festival nach Nordholz bei Cuxhaven. Sven Köster ist Sanitäter bei den Johannitern in Delmenhorst und kennt sich mit derartigen Einsätzen aus. Beim Deichbrand Festival ist er nun zum dritten Mal dabei. Er weiß, was ihn auf einem solchen Festival erwarten kann. „Viele Sachen können schnell mal zum Notfall werden, aber zumeist kümmern wir uns um Menschen mit Schnittverletzungen, Krampfanfällen oder Blasenentzündungen“, erklärt Köster. Bei seiner Kollegin Monika Krolikowski sieht das anders aus: „Ich bin in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Deichbrand im Einsatz. Vorher war ich aber schon auf dem Mittelalter Markt, dem Stadtfest und auf der Osterwiese als Sanitäterin tätig.“ Sie ergänzt: „Auf einem Festival wie dem Deichbrand zu arbeiten ist natürlich etwas Besonderes, da man mehrere Tage am Stück im Einsatz ist“. Obwohl der Johanniter Köster bereits auf Großveranstaltungen wie dem Kölner Karneval mit rund 1,5 Millionen Besuchern im Einsatz war, stimmt er seiner Kollegin zu. Auf die Arbeit mit den Kollegen aus den anderen Ortsverbänden freuen sich beide Johanniter „Es macht Spaß, im Team zusammen zu arbeiten.“, sagt Krolikowski. „Wir haben ja auch mal Freizeit und können uns dann auf dem Gelände ein paar der Bands angucken“, fügt Köster noch hinzu.

Sanitäter sind für Ernstfälle gewappnet

Neben den neun Delmenhorstern sind weitere 81 Sanitäter dabei, unter anderem aus Alhorn, Aurich und Emden. Zudem werden mehr als 400 Einsatzkräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe von elf Johannitern des Ortsverbands Jeverland versorgt, die mit ihrer Feldküche anreisen und sich mit anderen Küchen um die Verpflegung der Einsatzkräfte kümmern.

Die Aufgabe der Johanniter aus Weser-Ems wird es sein, die Unfallhilfestelle an der Waterfront-Stage zu übernehmen. Auf dem Deichbrand Open Air gehört sie zu einer der größten Bühnen. Zugführer Torsten Dallmeyer, der den Einsatz der Johanniter aus Weser-Ems leitet, geht davon aus, dass alles weitgehend ruhig bleibt. Auf Ernstfälle sind sie dennoch gut vorbereitet. Mit einem Krankenwagen, einem Rettungswagen, einem Einsatzleitwagen sowie zehn Behandlungsplätzen, von denen zwei Intensivplätze sind, rücken sie am Donnerstag, 21. Juli, in Nordholz an.

Größen der Hip-Hop- und Deutschrock-Szene machen Stimmung Sven Köster und Monika Krolikowski von den Johannitern aus Delmenhorst sind in diesem Jahr Helfer auf dem Deichbrand-Festival in Nordholz bei Cuxhaven. Foto: Alina Tiryaki

Mehr als 50.000 Menschen werden auf dem Deichbrand-Festival erwartet. Es gehört zu den größten Open-Air-Spektakeln Deutschlands. Das Gelände, auf dem das Festival gefeiert wird, ist größer als 120 Fußballfelder. Belebt wird dieses riesige Gelände von mehr als 120 Bands, Live-Acts, DJs und Slammern, die auf insgesamt sechs Bühnen die Menschenmenge unterhalten. Die Live-Acts gehören zu den Größen der deutschen Hip-Hop- und Rock-Szene, darunter zum Beispiel Seeed, K.I:Z. ,Die Fantastischen Vier, Beginner und Sportfreunde Stiller. Das in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsene Deichbrand Open Air wird bereits zum zwölften Mal auf dem Seeflughaven Cuxhaven/Nordholz veranstaltet. Schon in den vergangenen Jahren wurde der Sanitätsdienst von den Johannitern gestellt. Auf dem letzten Deichbrand-Festival 2015 leisteten sie 2300 Besuchern Hilfe. In den meisten Fällen handelte es sich aber nur um Schnittverletzungen, durch Glassscherben, Mückenstiche oder Prellungen nach Stürzen.