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Deliktzahl im November sehr hoch Polizei stellt besonders viele Einbrüche in Delmenhorst fest

Von Frederik Grabbe | 27.11.2017, 19:07 Uhr

Im November ist es besonders häufig zu Einbrüchen in Delmenhorst gekommen. In dieser Häufung sieht die Delmenhorster Polizei eine typische Entwicklung zur dunklen Jahreszeit. Den Tätern auf die Spur zu kommen, sei aber schwierig.

Die Delmenhorster Polizei stellt derzeit eine ungewöhnliche Häufung von Einbrüchen fest. Das bestätigt sie auf Anfrage. Gemessen an den von der Polizei dem dk gemeldeten Einbrüchen unternahmen die Täter allein im November 23 Einbrüche oder Einbruchversuche. 2016 lag der monatliche Durchschnitt laut Kriminalstatisitk bei 14,25 Einbrüchen.

Häufig Einbrüche in Kitas und Arztpraxen

Allein seit vergangenem Freitag meldete die Polizei zehn Einbruchsdiebstähle, viermal wurden versuchte Einbrüche gezählt. Auffällig ist hingegen, wo und wann die Täter zuschlagen: Seit Oktober meldete die Polizei 33 Einbrüche oder versuchte Einbruche. Fünfmal machten sich in dieser Zeit Täter an Arztpraxen zu schaffen, ebenfalls fünf Mal an Kindertagesstätten und seit vergangenem Wochenende fünfmal an Häusern in Kleingartenanlagen. Am vergangenen Wochenende hatten Einbrecher allein viermal Einfamilienhäuser als Ziel.

„Höhere Einbruchszahl typisch für die Jahreszeit“

Lässt sich hier ein Muster erkennen? Sandy Tschöpe von der Delmenhorster Polizei spricht zwar von einer höheren Zahl von Einbrüchen als sonst, „diese sind aber nicht ungewöhnlich für diese dunkle Jahreszeit“. Zu den Taten am Wochenende sagt Tschöpe, dass es sich nicht um dieselben Täter handele, die eine Großserie an Einbrüchen verübt habe. Genaueres zu möglichen Mustern konnte sie aber nicht sagen, da sich die Fälle in Bearbeitung befänden.

Schwierige Aufklärung

Generell sei es aber für die Polizei schwer, bei Einbruchsdelikten Täter zu ermitteln: In der Kriminalstatistik 2016 werden gerade ein Drittel aller Fälle gelöst. Die Nacht am 3. November, in der die Polizei gleich zwei Täter dingfest machte, ist darum sehr selten, so Tschöpe.