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Delme-Pegel in Holzkamp Regen löst erste Hochwasser-Meldestufe in Delmenhorst aus

Von Frederik Grabbe | 05.01.2018, 13:52 Uhr

Die verstärkt auftretenden Regenfälle der vergangenen Tage reißen nicht ab. Nun wurde beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die erste Meldestufe für den Delme-Pegel in Holzkamp ausgelöst. Der NLWKN selbst blickt aber relativ entspannt auf die Lage.

Wasser in Kellern, überflutete Gärten, hohe Pegelstände: Die zuletzt vermehrten Niederschläge haben sich in den vergangenen Tagen deutlich bemerkbar gemacht. Mittlerweile hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die erste Meldestufe für den Pegel Holzkamp ausgelöst. Der aktuellste Wert (Freitag, 5. Januar, 9.15 Uhr) zeigt für den Pegel 13,52 Meter an. Die erste Meldestufe wird ab 13,48 Meter ausgelöst. Am 30. Dezember noch lag der Pegel bei 12,71 Meter, ist also in sechs Tagen um 81 Zentimeter gestiegen.

NLWKN blickt gelassen auf Wasserstände

Ein Grund für Aufregung besteht aber deshalb nicht. Laut Herma Heyken, Sprecherin des NLWKN, bedeutet die erste Meldestufe, dass die Delme an der Stelle bordvoll – also randvoll – ist und dass es stellenweise zu Wasserübertretungen kommen kann. Überschwemmungen in Siedlungsgebieten würde erst die Meldestufe 3 anzeigen. „Bedenkt man die Regenfälle der letzten Zeit und dass die Böden mit Wasser gesättigt sind, ist es sogar ziemlich gut, dass bisher ,nur‘ die erste Meldestufe erreicht wurde“, blickt Heyken gelassen auf die Regenfälle. Laut Wetterprognose ist in den kommenden Tagen nicht mit größeren Regenfällen zu rechnen.

Keller und Gärten in Delmenhorst vernässt

Der Umstand, dass das dk mehrere Meldungen erreicht haben, wonach Wasser in Kellerräume eingedrungen ist oder Rasenflächen in Gärten vollgelaufen sind, weist dennoch auf derzeit hohe Grundwasserstände hin. Ein Blick auf die vier Grundwassermesspegel im Stadtgebiet zeigt aber, dass sich die Lage in der ersten Januarwoche aber wieder entspannt hat. In der letzten Dezemberwoche zeigten drei von vier Messstellen ein Übermaß an Grundwasser an.

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