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Delmenhorst gibt drei Mio. Euro Klinikum in Delmenhorst vorerst gerettet

Von Michael Korn | 21.07.2015, 20:40 Uhr

Mit großer Mehrheit hat der Delmenhorster Stadtrat am Dienstag eine neuerliche Millionenhilfe für das finanziell notleidende Klinikum abgesegnet. Damit ist auch der Weg frei für die Fusion mit dem St. Josef Stift.

Der Delmenhorster Stadtrat hat am Dienstag, 21. Juli, das finanziell notleidende Klinikum Delmenhorst vorerst gerettet: Eine neuerliche Bürgschaft, diesmal in Höhe von drei Millionen Euro, bewahrt das Krankenhaus vor der mutmaßlichen Insolvenz. Außerdem ist damit der Weg geebnet für den Übergang in eine gemeinsame Holding mit dem katholischen St. Josef Stift Delmenhorst. Gegen die Millionenhilfe stimmten lediglich die Unabhängigen Delmenhorster (UAD), zwei FDP-Ratsmitglieder und ein Pirat enthielten sich.

80 Millionen Euro Investitionen

In der vorhergehenden Debatte bekräftigten Vertreter nahezu aller Fraktionen, wie wichtig der Erhalt der medizinischen Grundversorgung sowie der rund 600 Arbeitsplätze für Delmenhorst sei. Oberbürgermeister Axel Jahnz wies angesichts der nun gesicherten Fusion auf 80 Millionen Euro Investitionen hin, die ein „Krankenhaus für die Region“ entstehen ließen.

Zugeständnisse der Mitarbeiter

Die neuerliche finanzielle Hilfe der Stadt wird flankiert von anhaltenden Zugeständnissen der Mitarbeiter in beiden Häusern. Dieses Signal gab ein Teil der Belegschaft des Klinikums mittels einer Abstimmung. Der Marburger Bund hat einer Verlängerung des Zukunftssicherungsvertrags zugestimmt, ein Votum von Verdi steht noch aus. Deutlich wurde in der Debatte aber auch, dass es keine Prognose über eventuelle weitere Millionenzuschüsse in den Folgejahren gibt.