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Kommentar zu Bauland-Absage Delmenhorst muss mehr Privatrisiko bei Bauland zulassen

Meinung – Michael Korn | 14.02.2019, 19:30 Uhr

Schon wieder will Delmenhorst Bauland auf Privatinitiative verhindern: Das Areal sei zu nah an Bahn und Natur. Ein Kommentar

Nach Neuendeel nun Ströhen: Wieder lehnt Delmenhorst eine private Initiative für eine Handvoll Bauplätze in naturnaher Stadtrandlage ab. Wie in anderen Fällen auch, wenn es um Bauland in unmittelbarer Nachbarschaft zur freien Landschaft geht, lohnt sich ein westlicher Blick über die Stadtgrenze zum kleinen Nachbarn: Ob in Falkenburg, Schierbrok oder Bookholzberg – überall findet die Gemeinde Ganderkesee Lösungen und Kompromisse fürs Bauen im Einklang mit ökologischen Einflüssen. Im Bookholzberger Neubaugebiet Bargup kommt pikanterweise hinzu, dass dieselbe Bahnlinie, die in Delmenhorst-Ströhen Bauland blockieren soll, für neue Wohnhäuser offenkundig kein Lärm-Aus bedeutet. Es muss daher doch auch in Ströhen möglich sein, privates Risiko zuzulassen – selbstverständlich im Konsens mit der Umwelt und mit entsprechenden Auflagen. Konkret: Sicherung der geschützten Wallhecken sowie Lärmschutzwand entlang der Bahn. Die Rechnung kann natürlich nicht der öffentlichen Hand aufgebürdet werden, sondern ist von den Bauherren zu tragen!