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Delmenhorst und Ganderkesee beteiligt Kreisfeuerwehren Niedersachsen proben Großeinsatz

Von Antje Cznottka | 12.07.2015, 18:36 Uhr

Rund 1000 Kräfte der Feuerwehren in Niedersachsen haben am Samstag, 11. Juli 2015, den Ernstfall geprobt – auch auf der Großen Höhe. Eine jährliche Großübung ist nicht geplant.

„Ich bin mit der Leistung aller Einsatzkräfte ausgesprochen zufrieden. Ale Aufgaben wurden erfolgreich gelöst“, zieht Dieter Schnittjer, Regierungsbrandmeister und Vorsitzender des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes (OFV) nach der Feuerwehr-Großübung „OFV Biber Brand 2015“ am Wochenende eine positive Bilanz. An der Übung beteiligt waren rund 1000 ehrenamtlichen Kameraden der Kreisfeuerwehrbereitschaften Oldenburg, Wesermarsch, Cloppenburg und Friesland, der Feuerwehren der Städte Delmenhorst, Oldenburg und Bremen, des THW Nordenham,Varel und Jever, des DRK und des DLRG Friesland sowie der Küstenwehr des 1. Oldenburgischen Deichbands.

Zeit wurde beim bei „Biber Brand 2015“ knapp

Allein die Zeit hat die Einsatzkräfte am Samstag in Bedrängnis gebracht. „Das Versetzen einer kompletten Kreisfeuerwehrbereitschaft aus ihrem jeweiligen Standort mit teilweise 45 Fahrzeugen nimmt einen großen Anteil des Zeitfensters ein“, erklärt Ulf Masemann, Sprecher des Arbeitskreises der Pressewarte. Zeitverzögerungen hat die Einsatzleitung der Übung vom Gelände der Feuerwehr Technischen Zentrale (FTZ) des Landkreises Oldenburg in Ganderkesee aus entgegengesteuert. „Wir haben Teile der Übungen gekürzt, aber darauf geachtet, dass dabei die Qualität nicht leidet“, berichtet Schnittjer. So endete die Übung gegen 17 Uhr am Samstag.

Routiniertes Miteinander sichert Erfolg

„Wir haben die taktische Einheit der Kreisfeuerwehrbereitschaften gestärkt und auch jüngeren Kameraden die Möglichkeit geboten, in diese Situationen rein zu wachsen“, erklärt Schnittjer. Ein routiniertes Miteinander führe im Ernstfall zum Erfolg. Dies sei aber keine neue Erkenntnis. Jede Kreisbereitschaft trifft sich jährlich zu ähnlichen Übungen. Allerdings ohne die Vernetzung mit anderen Kreisbereitschaften zu trainieren. In der Vergangenheit habe es aber durchaus Einsätze gegeben, bei denen mehrere Kreisbereitschaften gebraucht wurden, so zum Beispiel beim Hochwasser in Delmenhorst 1998. In so einem Fall würden Einsatzkräfte über Tage hinweg gebraucht und müssten sich untereinander abwechseln.

Keine jährliche Wiederholung der Großübung in Niedersachsen

Eine endgültige Auswertung wird laut Masemann in den kommenden Wochen von den Kreisbereitschaftsführern vorgenommen. Eine Wiederholung sei derzeit nicht geplant. „Ich sehe das aber erst einmal positiv“, sagt Schnittjer. Eine jährliche Großübung ist aber nicht realistisch. „Wir müssen neue Übungsinhalte entwickeln, Übungsgelände finden und viele Helfer mobilisieren“, so der Regierungsbrandmeister.

Weitere Eindrücke vom „Biber Brand 2015“ gibt es auf der Themenseite des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes .