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Delmenhorst und Ganderkesee Winterdienste haben alle Hände voll zu tun

04.01.2016, 21:47 Uhr

dham/acz Delmenhorst/Ganderkesee. Mitarbeiter des Bauhofs und des Kommunalservices NordWest sind nahezu rund um die Uhr unterwegs, um in Stadt und Land Straßen zu räumen. Sie bringen tonnenweise Salz aus.

Der Winter hat die Region zu Beginn des Jahres fest im Griff. Vier Glätteunfälle mit Blechschäden allein am Montagmorgen meldete die Autobahnpolizei Ahlhorn, drei davon in Großenkneten. In Delmenhorst gab es einen Auffahrunfall, bei dem sich am Montag gegen 10.30 Uhr ein 36-jähriger Mann auf der Syker Straße leicht verletzt hat. Einen zweiten Unfall mit Blechschaden gab es am Nachmittag an der Straße Langenwisch. Insgesamt blieb es laut Polizei aber relativ ruhig. Der Bahnverkehr in der Region hat am Montag laut Pressestelle der Deutschen Bahn ab etwa 10 Uhr wieder dem normalen Fahrplan folgen können.

Mandy Lange, Sprecherin des Delmenhorster Krankenhauses, teilte auf Nachfrage mit, dass bislang noch keine erhöhte Zahl von Verletzungen – etwa von Stürzen – zu bemerken sei.

Winterdienst im Dauereinsatz

Indes haben seit der Nacht zu Sonntag die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sowie der beauftragten Fremdfirmen Paul Walter und Ernst Petershagen alle Hände voll zu tun, um die Straßen der Stadt von den Schneemassen zu räumen und abzustreuen. Nach Angaben von Olaf Heinemann, Leiter des Winterdienstes der Stadt, waren am Montag ab 3 Uhr in der Frühe bis zum Einsatzende um 18 Uhr vier Großfahrzeuge und rund 20 kleinere Schlepper und Pritschen unterwegs, um Straßen und Wege zu räumen. Ab 4.30 Uhr traten dann auch Kolonnen in Erscheinung, die an Schlüsselpunkten wie Kreuzungen und Bushaltestellen per Hand den Schnee entfernten und streuten. Bereits in der Nacht zu Sonntag ist mit dem Streueinsatz begonnen worden, und mit dem Einsetzen des starken Schneefalls waren die Winterdienst-Mitarbeiter dann wieder von 10.30 bis 20 Uhr im Einsatz. Auch am Dienstagmorgen müssen die eingesetzten Winterdienst-Mitarbeiter wieder früh aufstehen, um 3 Uhr setzen sich die Großfahrzeuge erneut in Bewegung. Rund 100 Tonnen Salz sind laut Heinemann seit Sonntagmorgen ausgebracht worden.

Dass bei anhaltendem winterlichem Wetter die Salzvorräte schnell zu Ende gehen könnten, steht nicht zu befürchten, versichert Heinemann: 500 Tonnen sind die noch vorhandenen Vorräte, weitere 800 Tonnen des Streuguts liegen im Bremer Hafen auf Abruf bereit. „Wir können acht bis zehn Tage Streudienst leisten, ohne Salz nachbestellen zu müssen“, so Heinemann.

Gefrierender Regen erschwert Räumung

Erschwert worden sei der Räumeinsatz durch gefrierenden Regen, erklärte der Winterdienstleiter gestern. Dadurch habe sich eine Eisschicht unter den Schneemassen gebildet, und an manchen Stellen wie in Hasbergen habe es auch nach dem Einsatz der Räumfahrzeuge noch so ausgesehen, als habe gar kein Winterdienst stattgefunden.

Hohe Erwartungshaltung der Bürger

Auch in Ganderkesee sowie im Landkreis zog der Wintereinbruch einen Großeinsatz auf schneebedeckten Straßen nach sich. Am Sonntag waren die Räumfahrzeuge des Zweckverbandes Kommunalservice NordWest von 4 bis 9 Uhr – eine Stunde früher als gewöhnlich – und von 14 bis 19 Uhr im Einsatz. Von 5 bis 12 Uhr seien die „gemeindlichen Straßen und Wege“ in Ganderkesee und Hude am Montag geräumt worden, berichtete Uwe Nordhausen, Geschäftsführer des Zweckverbandes. „Die Erwartungshaltung der Bürger können wir nachvollziehen“, antwortete Nordhausen auf die Kritik der Bevölkerung, der Winterdienst habe nicht schnell genug für freie Straßen gesorgt. Es sei aber unmöglich, mit den zur Verfügung stehenden Kräften und Fahrzeugen überall im Gemeindegebiet gleichzeitig zu sein. 50 Tonnen Streusalz haben die Fahrzeuge am Sonntag und Montag in Ganderkesee, 25 Tonnen in Hude ausgebracht.