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Delmenhorst und Landkreis Oldenburg 900 Fälle jährlich für Psychologische Beratungsstelle

Von Thomas Breuer | 24.03.2017, 16:29 Uhr

Die kommunale Psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene hat am Freitag in der Markthalle ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Wenn Eltern sich in jeder Lebenssituation in ihre Kinder hineinversetzen können, ist nicht nur für den familiären Zusammenhalt viel gewonnen. Diese Einschätzung hat Andreas Höhn, Leiter der städtischen Psychologischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Stadt Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg am Freitagvormittag in der Markthalle vertreten. Gut 100 Gäste waren dort zusammengekommen, um das 50-jährige Bestehen der Einrichtung zu würdigen.

Oft Trennungs- und Scheidungproblematiken

Dass das Miteinander in vielen Familien gefährdet oder nicht existent ist, belegt die große Zahl an Aufgaben der Beratungsstelle. „Wir haben 900 Betreuungsfälle pro Jahr“, sagte Höhn am Rande der Veranstaltung. Wobei in einem Fall zumeist mehrere Personen im Boot seien. In etwa der Hälfte aller Fälle spiele inzwischen eine Trennungs- oder Scheidungsproblematik eine Rolle. Im Schnitt ergeben sich laut Höhn neun Gesprächs- und Beratungstermine pro Fall.

Erstberatung kann im Regefall zügig erfolgen

Ein großer Vorteil des kommunalen Beratungsangebots ist, dass eine Erstberatung im Regelfall zügig erfolgen kann. „Wir führen keine Warteliste“, so Höhn. Wöchentlich sei eine begrenzte Zahl an neuen Anmeldungen möglich.

Kooperation mit dem Landkreis seit 1973

Heutzutage hat die Beratungsstelle insgesamt 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als sie 1967 in Delmenhorst ins Leben gerufen wurde, waren es gerade einmal drei Hauptamtliche und einige Honorarkräfte. Die Zahl der Beschäftigten wuchs kontinuierlich, ebenso das Aufgabenfeld. Seit 1973 gibt es die Kooperation mit dem Landkreis, 1994 kam die Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen dazu.

Die Angebote können kostenfrei in Anspruch genommen werden. Laut Sozialgesetzbuch gehören sie zu den Pflichtaufgaben einer Kommune.

 Hier finden Sie den Flyer mit dem Angebot der Beratungsstelle.