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Kommentar Delmenhorster Frauenklinik ist aus dem Gröbsten raus

Meinung – Marco Julius | 24.09.2019, 10:31 Uhr

Der Wechsel an der Spitze der Delmenhorster Frauenklinik hat viel Wirbel entfacht. Ein Kommentar.

Ein Operateur, sei er. Ein Schnippler gar. Einer, der nicht für wertschätzende Geburtshilfe stehe, ganz im Gegensatz zu seiner Vorgängerin. Einer, der die Geburtshilfe zurückbauen werde. Und obendrein sei Latif auch noch ein Mann. So einer soll die Frauenklinik leiten? Ohne Frage, der Dienstantritt von Dr. Aref Latif hat viel Wirbel entfacht. Wirbel, der vor allem zeigte, wie anerkannt die Arbeit von Latifs Vorgängerin war. Latif selbst ist für den Wechsel an der Spitze der Frauenklinik nicht verantwortlich zu machen, auch nicht für die nicht unbedingt gelungene Moderation des Ganzen – und auch nicht für die tiefen Gräben, die die Personalie zum Beispiel innerhalb der SPD gerissen hat.

Seine Arbeit gemacht

Er hat vom ersten Tag an einfach seine Arbeit gemacht, auch wenn der Start durch die öffentliche Diskussion nicht leicht war. Er hat seine Arbeit für sich sprechen lassen, sich sein Team zusammengestellt und mit seiner Art verloren gegangenes Vertrauen zurückerobert. Die Zahlen heute sprechen eindeutig für ihn und für sein Team. Der Wechsel zu Latif mag eine schwere Geburt gewesen sein. Eine mit Nachwehen. Doch nun ist man längst aus dem Gröbsten raus.