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Delmenhorster Gesundheitswochen Mutter-Kind-Zentrum als „Chance für Delmenhorst“

25.02.2016, 17:13 Uhr

Für Thomas Breidenbach, Geschäftsführer des Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) ist das neue Mutter-Kind-Zentrum (MKZ) das Paradebeispiel für den Zusammenschluss der Delmenhorster Krankenhäuser.

Vorher waren Kinderklinik und Geburtshilfe voneinander getrennt, seit dem 1. September 2015 sind beide Abteilungen am Standort Deichhorst ansässig. „Das ist gut für Delmenhorst und gut für die medizinische Versorgung“, so Breidenbach. Am Mittwoch hat sich das MKZ im Rahmen der Gesundheitswochen vorgestellt.

Nur 17 Besucher

Etwas enttäuschend fielen die Besucherzahlen aus. Lediglich 17 Interessierte verfolgten in der Markthalle die Vorträge von Dr. Katharina Lüdemann, Chefärztin der Frauenklinik, und Dr. Johann Böhmann, Chefarzt der Kinderklinik. „Wir haben bei diesem Thema mit mehr Publikum gerechnet“, sagte JHD-Sprecherin Mandy Lange.

Guter Start ins Leben

Schließlich bietet das MKZ laut Böhmann eine Chance für die Stadt, die es zu nutzen gilt. Gerne hätte der Chefarzt Vertreter der Delmenhorster Politik im Publikum gesehen, um ihnen die Chancen des Mutter-Kind-Zentrums näher zu erläutern. Denn in seinem Vortrag „Guter Start ins Leben: Gesunde Entwicklung in den ersten Lebensjahren“ wies der er auf Verbesserungsmöglichkeiten im Umgang mit Neugeborenen und Eltern hin. Die Zeit zwischen der Geburt und dem zweiten Lebensjahr gelte als eine der wichtigsten Entwicklungsphasen bei Kindern. „Was in den ersten zwei Jahren versäumt wird, ist schwer nachzuholen. In dieser Zeit sollten Mutter und Kind am besten in paradiesischen Zuständen leben, um gesundheitliche Spätfolgen zu vermindern“, erklärte Böhmann.

Bis zu 1000 Geburten in Delmenhorst pro Jahr

Wenn es nach ihm ginge, müsse in diesem Bereich Deutschland mehr getan werden. Mit dem MKZ habe Delmenhorst die Möglichkeit, Eltern mit ihrem Kind über die Schwangerschaft und Geburt hinaus zu begleiten und somit die Entwicklung des Kindes zu verfolgen. Laut Böhmann kommen mittlerweile jährlich bis zu 1000 Kinder in Delmenhorst zur Welt. In diesem Monat seien bereits 65 Babys am Standort Deichhorst geboren worden.

Durch den Zusammenschluss von Geburtshilfe und Kinderklinik könnten nun auch Frühgeborene in Delmenhorst betreut werden: „Wir sind froh die Frauen nicht mehr nach Bremen oder Oldenburg schicken zu müssen“, sagte Lüdemann.