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Delmenhorster Initiative ZWAIG Schüler informieren sich über Ausbildungsberufe

Von Marco Julius | 12.05.2016, 08:44 Uhr

Die Ausbildungsplatzinitiative ZWAIG hat Schüler und die Firma Christoffers Anlagen- und Gebäudetechnik zusammengebracht. Die einen suchen nach Lehrstellen, die anderen suchen Nachwuchs.

Für den einen oder anderen Schüler war es dann schon erstaunlich, wie vielfältig das Betätigungsfeld der Firma Christoffers Anlagen- und Gebäudetechnik an der Wissmannstraße ist. Das Familienunternehmen, 1932 von Johann Christoffers gegründet, wird heute von dessen Enkel Dirk Christoffers und Peter Wenzel geführt.

Rund 130 Mitarbeiter arbeiten in Delmenhorst und der Oldenburger Niederlassung. Für die Schüler der BBS II und der Oberschule Süd, die gestern mit der Ausbildungsplatzinitiative ZWAIG im Betrieb vorbeischauten, war vor allem eines wichtig: Welche Berufe kann ich bei Christoffers erlernen? Und welche Voraussetzungen muss ich dafür mitbringen?

„Was den Nachwuchs angeht, befinden wir uns in einer schwierigen Lage. Anders ausgedrückt: Wir reiben uns die Hände nach Euch“, sagte Dirk Christoffers. Dabei machte der Geschäftsführer deutlich, dass der Betrieb einiges zu bieten habe.

An der Wissmannstraße bildet Christoffers Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Mechatroniker für Kältetechnik, Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Technische Systemplaner und Industriekaufleute aus. Auch ein duales Studium ist möglich. „Der Stapel mit Bewerbungen für den kaufmänischen Weg ist immer hoch, bei den anderen Ausbildungen sieht das leider ganz anders aus“, sagte Wenzel.

„Wir sind ein traditionsreiches Unternehmen mit sehr modernem Antlitz“, betonte Christoffers. Man verfüge über viel Know-how auf dem Gebiet des Baus und der Planung von gebäude- und energietechnischen Anlagen einschließlich der erforderlichen Regelungstechnik und elektrotechnischen Installationen und habe namhafte Auftraggeber wie Airbus, Porsche oder Mercedes. Unter anderem hat die Firma bereits Großklimaanlagen für Flugzeuge gebaut. Derzeit ist sie beim Neubau der Bremer Landesbank in der Bremer City mit an Bord.

Christoffers machte klar: „Die beste und innovativste Technologie nützt wenig, wenn es keinen Nachwuchs gibt, der sie installieren, bedienen und weiterentwickeln kann.“

Für den Anlagenmechaniker könne ein guter Hauptschulabschluss reichen, sagte Wenzel, für die anderen Ausbildungsberufe sei ein guter Realschulabschluss notwendig. Gute Noten in Mathematik und Verständnis für physikalische Vorgänge seien wichtig, ebenso die Teamfähigkeit, ohne die gehe nichts. „Entscheidend ist vor allem, dass das Herz des Bewerbers für Technik schlägt. Er muss uns davon überzeugen, dass er den Job unbedingt machen möchte“, betont Christoffers. Unabdingbar sei ein Praktikum vorab, das liefere für beide Seiten Erkenntnisse.

Die Branche sei innovativ und zukunftsorientiert – Stichwort Energieeffizienz. Gut möglich, dass der ein oder andere Schüler, der gestern einmal reingeschnuppert hat, bald Teil dieser Zukunft wird.