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Delmenhorster mögen es traditionell Silvesteressen wie bei Muttern

Von Frederik Grabbe | 29.12.2015, 20:28 Uhr

Silvester steht vor der Tür – und damit auch die Entscheidung über ein Menü zum Jahreswechsel ins Haus. Das dk fragt bekannte Delmenhorster, was Silvester auf den Tisch kommt.

Martin Scholz isst am liebsten „Meeresgetier“

Schlagersänger Martin Scholz mag es meerig: Am liebsten isst er Gambas und allerlei anderes „Meeresgetier“. Kein Wunder also, dass Meeresfrüchte beim Silvestermenü nicht fehlen dürfen. Zusammen mit guten Freunden, seiner Freundin und der Tochter wird der Raclette-Grill angeschmissen . „Ich bin ein Fan von Kleinigkeiten. Meeresfrüchte mag ja nicht jeder. Beim Raclette kann jeder selbst auswählen“, sagt Scholz. Akustisch garniert wird der Schmaus möglicherweise mit dem ein oder anderen Knallbonbon am Tisch, eine lautere Geräuschkulisse gibt es nicht. „Das traditionelle Böllern halte ich für Geldverschwendung“, sagt der Musiker.

Johannes Mitternacht setzt auf Spontaneität

Nach einem „völlig durchgeplanten Jahr“ setzt der Delmenhorster Schauspieler, Rezitator und Theaterpädagoge Johannes Mitternacht am Silvesterabend auf Spontaneität. „Ich weiß noch gar nicht, wo ich feiern werde, habe aber mehrere Optionen“, verrät er. Sollte es zu Freunden gehen, werde gegessen, was auf den Tisch komme. „Vielleicht ergattere ich aber auch noch eine Theaterkarte für Hamburg oder Oldenburg und suche mir vorher ein Restaurant“, blickt Mitternacht voraus. Eines sei aber schon jetzt sicher: „Am Neujahrstag gibt es bei Mutter Grünkohl.“

Sabine Jünemann: Kübis-Süppchen und Eistorte

Ebenfalls auf die Mutter verlässt sich Buchhändlerin Sabine Jünemann – zumindest, was den Nachtisch angeht. Eistorte soll es wie jedes Jahr geben. Das Rezept ist geheim. Aber die Ingredienzien Sahne, Eier und „jede Menge Schokolade“ versprechen ein sehr gehaltvolles Dessert. Zuvor gibt es ein Kürbis-Süppchen („Schön scharf muss es sein, um die inneren Heilungskräfte zu unterstützen“) sowie Wurzelgemüse aus dem Ofen.

Yusuf Alic: Muslime feierten schon im Oktober

Alles zu spät ist es hingegen für Yusuf Alic vom muslimischen Delmenhorster Integrations- und Bildungsverein. „Silvester ist für uns schon vorbei“, sagt er. Denn: „Muslime richten sich nach dem Mondkalender. Der Jahreswechsel zum Jahr 1437 ist für uns schon am 14. Oktober über die Bühne gegangen.“ Es sei ein ruhiger Abend zuhause gewesen, erinnert sich Alic. „Für die Kinder gab’s Geschenke. An das Essen erinnere ich mich nicht. Aber unsere Frauen kochen immer hervorragend.“

Nele Schomakers macht Neujahrsröllchen

Ebenfalls hervorragend seien die Neujahrsröllchen der Großtante von Nele Schomakers. Eine Dose des leckeren Gebäcks habe die Pastorin der St.-Stephanus-Gemeinde schon erhalten. „Ansonsten gibt es Raclette mit dem typischen Raclette-Käse, der darf auf keinen Fall fehlen.“ Kulinarisch wird es auch nach dem ersten Gottesdienst des Jahres. Traditionell gebe es – na, wer ahnt es? – Neujahrsröll-chen. Siehe Rezept unter „Zur Sache“