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Delmenhorster muss ins Gefängnis Betrunken und mit falschem Kennzeichen unterwegs

Von Ole Rosenbohm | 16.02.2019, 18:51 Uhr

Kein Führerschein, falsches Kennzeichen, dazu betrunken: Der 34 Jahre alte Delmenhorster ließ sich sogar noch ein zweites Mal ohne Führerschein und korrektes Nummernschild erwischen. Dann kam es zur Anklage. Und zu einem saftigen Urteil.

Die Strafe – elf Monate Knast ohne Bewährung – hatte der Delmenhorster bereits im Dezember vom Amtsgericht Delmenhorst kassiert, die Berufungsverhandlung in Oldenburg jetzt änderte nichts – vor allem deshalb, da der Angeklagte noch nicht mal erschien.

25 Vorstrafen

Eine Rolle für das Strafmaß hatten in Delmenhorst die 25 Vorstrafen des 34-jährigen Drogenabhängigen gespielt. Sein Verteidiger berichtete zudem, sein Mandant habe in der Verhandlung damals keinen guten Eindruck gemacht, was kein Wunder war, da er zuvor Wochen im Arrest verbracht hatte. Denn auch in erster Instanz erschien er zunächst nicht zum Prozess. Deshalb war er vor dem neu angesetzten Verhandlungstermin im Dezember mit einem sogenannten Sicherungshaftbefehl festgenommen worden.

Der Drogenszene den Rücken zugekehrt

In Oldenburg vor dem Landgericht sollte sich der Drogenabhängige jetzt in einer besseren Verfassung präsentieren und so für seine Bewährung kämpfen. Immerhin hätte er sich um einen Job bemüht und sei weggezogen, damit der hiesigen Drogenszene den Rücken gekehrt.

Das klappte aber nicht, da der 34-Jährige ja erneut nicht zum Termin erschien. Anders als das erstinstanzliche Verfahren musste die Berufungsverhandlung nicht neu angesetzt werden. Das Urteil aus Delmenhorst bleibt bestehen, der Mann muss demnächst seine elfmonatige Haft antreten.