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Delmenhorster Pfarrerin in Namibia Nele Schomakers zu Gast beim Lutherischen Weltbund

Von Tina Spiecker, Tina Spiecker | 27.05.2017, 11:23 Uhr

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist die zwölfte Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in der namibischen Hauptstadt Windhuk zu Ende gegangen. Als Delegierte dabei war erstmals die Nele Schomakers, Pfarrerin der Delmenhorster St.-Stephanus-Gemeinde, die zusammen mit Pfarrer Thomas Adomeit aus Oldenburg nach Nimibia gereist ist.

Die siebentägige Tagung vom 10. bis 16. Mai im Konferenzzentrum des „African Safari Court“ stand unter dem Motto „Befreit durch Gottes Gnade“. Zum Programm gehörten Referate zu den Themen „Schöpfung – für Geld nicht zu haben“, „Menschen – für Geld nicht zu haben“ und „Erlösung – für Geld nicht zu haben“. An der Vollversammlung der weltweiten Gemeinschaft von 145 lutherischen Kirchen in 98 Ländern weltweit, denen mehr als 74 Millionen Christinnen und Christen angehören, nahmen mehr als 800 Menschen teil, darunter mehr als 300 Delegierte. „Ich bin nach wie vor voll mit Eindrücken“, sagt Schomakers, der man nach ihrer Rückkehr ihre Begeisterung von dem Erlebten deutlich anmerkt. Die Pastorin zog nach Abschluss der LWB-Vollversammlung eine durchweg positive Bilanz.

Perspektivwechsel mit nach Hause genommen

„Den Geist der Verbundenheit, den ich hier spüre, nehme ich mit und ich hoffe, dass ich ihn weitertragen kann“, betonte sie. Die Gespräche, das Feiern von Andachten und Gottesdiensten sowie die gemeinsame Arbeit habe sie besonders genossen. „Die Selbstverständlichkeit über Gott zu sprechen und Zeugnis als Lutheraner abzulegen, diese Erfahrung habe ich mit nach Hause genommen und möchte sie in die Gemeinde hineintragen“, plant Schomakers. Besonders hat die junge Theologin Anstöße aus Gesprächen unter dem Motto „Schöpfung – nicht für Geld zu haben“ aufgenommen. Zu dem Thema gab es auch einen von drei Grundsatzvorträgen, der sie ebenfalls ermutigt hat, das von der oldenburgischen Kirche angestoßene Projekt „Zukunft einkaufen“ sowohl „als Gemeinde und im Persönlichen zu übernehmen“. Schomakers nehme auch einen Perspektivwechsel mit. Nicht beim Negativen verweilen, sondern fragen, „was wir besser machen können“, sagt sie. Das fange im Kleinen an und ziehe dann Kreise. Was sie daheim auch zum Ausdruck bringen will, sei das Gefühl, stolz darauf sein zu können, Lutheranerin zu sein und den befreienden Geist zu spüren, so die 35-Jährige.