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Politik vertagt Entscheid Delmenhorster Posse um Radwegbau im Neuen Deichhorst

Von Michael Korn | 19.02.2019, 20:26 Uhr

Die Kontroverse um einen Radweg an der Willy-Brandt-Allee in Delmenhorst weitet sich offenkundig zu einer Posse aus.

Die Kontroverse um einen aus SPD-Sicht erforderlichen Radweg an der Willy-Brandt-Allee im Neuen Deichhorst weitet sich offenkundig zu einer Posse aus: Obwohl die Verwaltung sowie ein Großteil der Anwohner Kosten und Nutzen als auch den eigentlichen Sinn einer solchen Baumaßnahme samt Fällung der Walnussbäume in Frage stellen, mochten sich die Sozialdemokraten am Dienstagabend im Planungsausschuss nicht zu einem Zurückziehen ihres Antrags durchringen.

Darum geht es

Die SPD hatte die Verwaltung mit der Prüfung beauftragt, wie der Fußweg an der Willy-Brandt-Allee verbreitert werden kann, um auch Radfahrer aufzunehmen. Hintergrund sei, dass Radfahrer das Kopfsteinpflaster der Straße mieden und es in der Folge zu Konflikten mit Fußgängern auf dem Bürgersteig gebe. Für den Ausbau müssten zahlreiche Bäume gefällt werden. Dagegen und gegen die Ausbaukosten wehrte sich eine Anliegerinitiative.

So reagiert die Politik

Ein endgültiger Erfolg der Bürger ist hingegen vertagt: Nach einer Debatte über den Zustand der Bäume sowie einer Sitzungsunterbrechung vertagte der Ausschuss eine Entscheidung einvernehmlich in den nächsten Verwaltungsausschuss und Stadtrat. Zwar schienen sich die Fraktionen einig zu sein, dass dem Bürgerwille entsprochen werden und auf einen Radwegbau verzichtet werden soll. Doch SPD-Ratsherr Detlef Roß wies darauf hin, dass der ursprüngliche Antrag auf einen Fraktionsbeschluss seiner Partei zurückzuführen sei und daher erst nach neuerlicher Beratung und dann im Verwaltungsausschuss abgestimmt werden könne.

Weitere Themen vertagt

Der Ausschuss vertagte gestern weitere Themen: Die Bebauungspläne Ströhen, Pultern und Grüne Straße. Lediglich über die Aldi-Erweiterung an der Syker Straße wurde abgestimmt: Gegen Ratsfrau Eva Sassen wurde die geplante Vergrößerung des Discounters um die Hälfte auf 1200 Quadratmeter endgültig abgesegnet. Dem Beschluss ging eine Diskussion über den möglichen Schaden für die Innenstadt-Geschäfte sowie über eine Entwässerungsproblematik voraus.