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Delmenhorster Problemviertel Wollepark 11 und 12: Nur vereinzelt ziehen Mieter aus

Von Marco Julius | 09.06.2017, 12:31 Uhr

„Wir haben weiterhin ein wachsames Auge auf das Gebiet – und wir haben bei unseren Maßnahmen die volle Unterstützung des Sozialministeriums“ – mit diesen Worten hat Fachbereichsleiterin Petra Gerlach am Donnerstagabend im Ausschuss für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr ihren Sachstandsbericht zur Situation am Wollepark 11 und 12 abgeschlossen.

Die Zahl der gemeldeten Personen in den Blöcken verringere sich zwar leicht, „die Hürde, vorübergehend in einer Notunterkunft zu ziehen, ist für viele Mieter aber relativ hoch“, führte Gerlach aus – und das trotz Gas- und Wassersperre. Wenig genutzt werde bisher die alternative Trinkwasserversorgung vor den Blöcken. Auch Wasch- und Duschmöglichkeiten in der ehemaligen Fröbelschule seien kaum frequentiert. „Die Mieter weichen eher zu Freunden oder Verwandten aus“, sagte Gerlach.

Keine Zahlungen eingegangen

Bislang seien weiterhin keine Zahlungen eingegangen. „Zudem ist die Hausverwaltung für die Stadtverwaltung nicht mehr erreichbar“, erläuterte Gerlach. Mitte Juni werde die Hausverwaltung nicht mehr zuständig sein. „Dann ergibt sich eine neue Situation“, sagte die Fachbereichsleiterin.

Eine Anfrage von Ratsfrau Sassen, ob eine Gefahr durch überbelegte Wohnungen in Mehrparteienhäusern vorliege, verneinte Gerlach. Es gebe auch keine rechtliche Grundlage, um zu prüfen, wie viele Menschen in einzelnen Wohnungen wohnen.