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Delmenhorster sollen mehr zahlen Gebühren rauf für Museum, MSD und Bücherei

Von Kai Hasse | 20.10.2017, 13:19 Uhr

Museum, Musikschule und Stadtbücherei sollen in ihren regulären Eintritts- und Teilnahmepreisen etwas teurer werden als bisher. Entsprechende Pläne sind derzeit Teil der aktuellen politischen Diskussion. Gleichzeitig werden einige Sondertarife der Einrichtungen günstiger.

Die Eintritts- oder Teilnahmetarife mehrerer öffentlicher Einrichtungen steigen. Das wurde nun im Bildungs- und Kulturausschuss besprochen. Betroffen sind die Stadtbücherei, das Nordwolle-Museum und die Musikschule der Stadt.

Kostensteigerungen im Museum

Das Museum hatte das letzte Mal im Jahr 2004 die Eintrittspreise angehoben. Nun wäre es bei politischer Zustimmung wieder soweit: Aus dem normalen Eintritt von drei Euro (ermäßigt zwei) würden vier (drei) werden, aus acht Euro für die Familienkarte würden zehn. Zusätzlich gibt es ab dem kommenden Jahr aber auch Gruppenermäßigungen und eine Jahreskarte für 20 Euro. Nicht geändert werden sollen die Preise für Schüler. Sie bleiben bei einem Euro. Leicht steigen würden hingegen wiederum die Preise für Führungen: Von 45 auf 48 Euro bei 90 Minuten und 30 auf 35 Euro bei 60 Minuten. Dr Carsten Jöhnk, Leiter des Museums, erklärte im Ausschuss, dass sich die geplanten Eintrittspreise im Vergleich zu denen anderer Städte immer noch im unteren Drittel bewege. Der Grund für die Anhebung der Preise seien allgemeine Kostensteigerungen für das Museum.

Keine Gebühr mehr für CDs und DVDs

In der Stadtbücherei soll es höhere Preise für Jahresgebühren geben: zwölf statt zehn Euro für Erwachsene, sieben statt fünf Euro für Schüler, Studenten und weitere ermäßigte Tarife. Kinder bis 16 Jahre sollen künftig 15 statt 11 Medien ausleihen dürfen – mit einer einmaligen Gebühr von 3,50 statt 2,50 Euro. Eine Extragebühr für CDs, DVDs oder Konsolenspiele soll wegfallen. Diese ehemalige Gebühr sei in Zeiten von Online-Streamdiensten nicht mehr zeitgemäß.

Höhere Honorare für Musiklehrer

Ansteigen sollen auch die Preise für die Musikschule Delmenhorst laut Plan um zwei Prozent. Nicht betroffen seien der Ensemble- und Elementarbereich. Das letzte Mal wurden die Entgelte im Jahr 2014 erhöht. Ein neuer Kostenfaktor wird sein, dass die Honorare der beauftragten Lehrkräfte von 20 auf 21 Euro pro Stunde steigen soll. Da hakte im Ausschuss Edith Belz (Linke) ein: „Man sollte darüber nachdenken, das weiter zu erhöhen. Diese Menschen müssen davon leben können“, meinte sie. Michael Müller sah den moralischen Impuls wohl ein, aber: „Ich würde gern alle fest einstellen, aber wenn ich das tue, landet der Kostendeckungsgrad auf 20 Prozent. Und dann brennt hier die Hütte!“ Gelächter im Saal. Der für 2018 anvisierte Kostendeckungsgrad – also der Anteil, zu dem sich die Musikschule selbst finanzieren kann, ohne Zuschuss der Stadt – liegt bei 51, 18 Prozent, nach 53,21 Prozent in 2017 und 54,34 Prozent in 2016.

Der Bildungsausschuss stimmte den Änderungen zu. Entscheiden wird letztlich der Stadtrat.