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Delmenhorster Stadtempfang JHD-Rettung für Jahnz wichtigstes Thema des Jahres

Von Sascha Sebastian Rühl | 14.12.2018, 22:14 Uhr

Parkhaus, Fliegerbombe, Innenstadtsanierung und weitere Themen sprach Axel Jahnz beim Delmenhorster Stadtempfang an. Eines lag dem Oberbürgermeister besonders am Herzen.

Für Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) konnte es am Freitagabend beim Stadtempfang in der Markthalle nur ein Thema geben, mit dem er seinen Jahresrückblick beginnen konnte. „Es kann nur das Krankenhaus sein, das wir rekommunalisiert haben“, sagte er vor Vertretern aus allen Bereichen des städtischen Lebens. Beim Stadtempfang 2017 sei er noch in großer Sorge gewesen. Man habe darüber nachdenken müssen, ob man bald kein Krankenhaus mehr in der Stadt habe. Für diesen laut Jahnz „großartigen Kraftakt“, den die Rettung des JHD darstelle, dankte er dem Rat und den Mitarbeitern. „Sie wussten nicht, ob sie in absehbarer Zeit noch einen Arbeitsplatz haben werden“, betonte der Oberbürgermeister. Man dürfe niemals vergessen, was sie in dieser Zeit ausgehalten haben.

Pläne für Neubau und insolvente Stiftung

Im Februar bis Anfang März 2019 werde die Verwaltung die Planungen für den Neubau des Krankenhauses vorstellen. Er freue sich darauf, zu sagen: „Wir haben bald einen Neubau und dafür hat es sich gelohnt, zu kämpfen.“ Aus der Insolvenz der Stiftung in der Stadtmitte, so Jahnz, werde man etwas Gutes machen.

Freude über das Parkhaus

Der Vorwurf, dass Delmenhorst nur abreiße und nicht neu baue „ist weg, wir haben ein neues Parkhaus“, freute sich der Oberbürgermeister. Auch ein neues Pflaster in der Innenstadt und die Winterbeleuchtung lobte er in seiner Rede. Zu Hertie sagte er: „Wir werden im ersten Quartal einen guten Weg finden. Es ist fast alles gesagt, jetzt müssen Entscheidungen her. Nur zu diskutieren heißt, nichts auf den Weg zu bringen.“ Auch am Wollepark gehe es voran und der Haushalt sei „nicht üppig, aber solide“.

Integrationsarbeit soll fortgesetzt werden

Gute Nachrichten hatte der Oberbürgermeister in Sachen Integrationsarbeit: „Meine letzten Informationen sind die, dass wir auch weiter mit Mitteln zu rechnen haben.“ Zuletzt hatte Jahnz das Land aufgefordert, Integrations-Fördergelder nicht auslaufen zu lassen.

Bisher habe er sein Versprechen, jedes Jahr einen Kindergarten bauen zu können, eingehalten. „Im Januar 2019 werden wir den Nächsten bauen. Dann habe ich für das nächste Versprechen elf einhalb Monate Zeit“, scherzte er.

Shisha-Bars sollen weiter kontrolliert werden

Als weitere Themen seiner Ansprache wählte er Pläne für Bauland, die man vorantreiben müsse, das Pultern-Gelände, das so nicht bleiben dürfe, die Situation des Bombenfunds im Mai, die hervorragend gelöst worden sei, und den „Schnupperkurs“, wie Jahnz den gemeinsamen Großeinsatz der Stadt, Polizei und Zoll in Shisha-Bars in der vergangenen Woche nannte. „Wir kommen wieder“, stellte der Stadtvater klar. Unter anderem wurden in einer Bar Betäubungsmittel sichergestellt.

„Stehen Sie zu unserer Stadt“

Im Anschluss plädierte Jahnz: „Stehen Sie zu unserer Stadt. Sie mag manchmal hemdsärmelig sein, aber wir haben hier vieles geschafft und werden weiter anpacken.“