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Delmenhorster Stadtpark Noch Jahre bis zur neuen Trinkwasserförderung in der Graft

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 18.08.2017, 12:56 Uhr

Der Hoffnung auf eine schnelle Entscheidung für eine Wiederaufnahme der Trinkwasserförderung in der Graft wurde am Donnerstag im Umweltausschuss eine deutliche Absage erteilt.

Dieter Meyer, Prokurist der Stadtwerke, stellte in der Ausschusssitzung den aktuellen Stand im Verfahren vor: Derzeit würden mehrere Ingenieurbüros an den nötigen Gutachten arbeiten, um den Antrag auf Trinkwasserförderung zu stellen. Er rechnet damit, dass diese im Herbst vorliegen und die Stadtwerkegruppe dann mit der Verwaltung die nächsten Schritte angehen kann. „Wir gehen davon aus, dass wir den eigentlichen Antrag 2019 stellen“, sagte Meyer.

Ähnliche Verfahren ziehen sich Jahrzehnte

Um zu verdeutlichen, wie lange es bis zur Genehmigung dauern kann, zog er das Beispiel des Wasserwerkes in Annenheide heran: „Das Verfahren für Annenheide hat zehn Jahre gedauert“, berichtete er. Und in diesem Fall habe es sich lediglich um eine Erhöhung der Fördermenge gehandelt, nicht um eine Wiederaufnahme der Förderung. Ähnliche Verfahren in der Region würden sich Jahrzehnte ziehen.

Datenlage aus den 70ern

Vor der Abschaltung im Jahr 2011 habe es 20 Jahre lang einen „genehmigungsfreien Raum“ gegeben, da die weitere Förderung in der Graft eine Zwischenlösung gewesen sei. Entsprechend sei die vorhandene Datenlage aus den 1970er Jahren. „Deshalb ist die Notwendigkeit da, so ins Detail zu gehen.“

Schwere Prognosen

Jürgen Müller-Schönborn, Fachdienstleiter Umwelt, pflichtete Meyer bei: „Wie lange es dauern wird und welche Probleme noch auftauchen werden, ist schwer zu prognostizieren.“ Die Gutachten, die aktuell in der Umsetzung sind, müssten in der Regel ergänzt werden. Einen genauen oder möglichen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Wasserförderung wollte Müller-Schönborn nicht nennen: „Das wäre nicht seriös.“