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Delmenhorster Stadtwerke Kontroverse um Aufsichtsratsposten in Delmenhorst

Von Michael Korn | 26.09.2016, 18:52 Uhr

Der Delmenhorster Unabhängigen-Politiker Sascha Voigt ist nicht wieder in den Rat gewählt worden. Auch seinen Posten als Aufsichtsratschef der Stadtwerke will er trotz anderslautender Gerüchte abgeben - obwohl er theoretisch auf dem Ticket einer anderen Partei weiter in dem Gremium mitmischen könnte.

Der aus dem Stadtrat abgewählte Fraktionschef der Unabhängigen (UAD), Sascha Voigt, will sich nach seinem Ausscheiden Ende Oktober nicht an seinen Aufsichtsratsvorsitz bei den Stadtwerken klammern. Dazu müsste er auf dem Ticket einer anderen Partei in das Gremium einziehen, da die UAD aufgrund ihres Sitzverlustes (zwei statt drei Mandate) bei den Kommunalwahlen am 11. September nicht mehr im Aufsichtsrat vertreten ist. Eine solche Absprache mit einer anderen Fraktion strebe er jedoch nicht an, bekräftigte Voigt auf dk-Anfrage.

SPD streut Gerüchte bei Facebook

Vor allem in den sozialen Netzwerken war spekuliert worden, dass Stadtwerke-Chef Hans-Ulrich Salmen unbedingt an Voigt als Vorsitzenden des Aufsichtsrats festhalten wolle. Derartige Gerüchte werden insbesondere von der ehemaligen SPD-Ratsfrau sowie Vertreterin der Initiative „Rettet die Graft“ Roswitha Ahrens-Groth geschürt. Sie gilt als hartnäckige Kritikerin von Salmen wegen der Kontroverse um die Versumpfung der Graftanlagen. Voigt wiederum steht voll hinter der Politik des SWD-Geschäftsführers . Dennoch sagte er, er sei „nicht derjenige, der jetzt bei anderen Parteien wegen eines Sitzes im Aufsichtsrat anklopft“. Grundsätzlich können Parteien, die einen Sitz in solch einem Gremium haben, auch externe Vertreter entsenden.

Voigt: Kein Gespräch mit Salmen

Voigt versicherte, er habe mit Salmen kein Gespräch über eine solche Lösung geführt. Er gehe daher stark davon aus, „dass am 31. Oktober Schluss ist“. Aus anderer Quelle hieß es, dass FDP-Fraktionschef Murat Kalmis Voigt den Aufsichtsratssitz der Liberalen angeboten habe. Der UADler habe jedoch abgelehnt.