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Tweet zu Gestank Delmenhorster Stadtwerke: „Polizei hat voreilig gehandelt“

Von Frederik Grabbe | 21.02.2019, 18:10 Uhr

In der Diskussion um die Ursache des üblen Geruchs am vergangenen Montag in Delmenhorst weisen die Stadtwerke die Äußerung der Polizei zurück, der Versorger hätte einen Kommunikationsfehler begangen. Die Polizei wiederum habe voreilig gehandelt.

Wie berichtet, hatte die Polizei am Montagabend über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, dass der Geruch aus der Kanalisation stamme. Diese Information wurde an die Polizei über die Feuerwehr getragen, die wiederum von den Stadtwerken informiert worden sei, hatte Polizeisprecherin Daniela Seeger dem dk mitgeteilt. Letzten Endes sollte so die Bevölkerung nach zahlreichen Anrufen beruhigt werden, so die Sprecherin.

"Eine von uns autorisierte Aussage lag nicht vor"

Die Stadtwerke schreiben nun, dass es eine „von uns autorisierte Aussage“ am Montag nicht gegeben habe. Über den Tweet der Polizei habe man keine Kenntnis besessen, teilt Sprecherin Britta Fengler mit. „Für einen voreilig abgesetzten Tweet der Polizei sind wir nicht verantwortlich. Die Polizei hätte durchaus auch die Möglichkeit gehabt, einen weiteren Tweet abzusetzen und den ersten zu revidieren.“ Ein Kommunikationsproblem innerhalb „unseres Hauses lässt sich nicht erkennen und entspricht auch nicht der Tatsache“, schreiben die Stadtwerke weiter.

Ursache wohl klar

Vermutlich hatte Dünger den Geruch verursacht, der nahe des Brendelwegs aufgetragen worden war, hatte die Landwirtschaftskammer in Oldenburg mitgeteilt. Die Kammer konnte aber keinen Verstoß gegen die Düngeverordnung feststellen.