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Delmenhorster Tierschutzverein in Not Bewundernswerter Kampf für vernachlässigte Tiere

Meinung – Thomas Deeken | 22.03.2015, 18:40 Uhr

Der Tierschutzverein Delmenhorst und Umgebung steckt in einem finanziellen Dilemma. Er benötigt künftig einen zusätzlichen Betrag von mindestens 1500 Euro pro Monat, um den Betrieb des Tierschutzhofes aufrecht erhalten zu können.

Hut ab vor den Tierschützern aus Delmenhorst und Umgebung. Es ist schon faszinierend, wie sie sich liebevoll um Hunderte von Fundtieren kümmern, wie sie dafür sorgen, dass Dutzende von kranken Kätzchen operiert werden, damit sie ohne Qualen weiterleben können, und wie sie beispielsweise einen schwer verletzten Hund retten, der von seinem brutalen Herrchen zum Kampfhund ausgebildet werden sollte. Es ist ebenso bewundernswert, wie sie weiterkämpfen, obwohl ihnen in finanzieller Hinsicht schon bald das Wasser bis zum Hals stehen könnte. Und dass sie eher ihre Vereinsbeiträge erhöhen wollen als weniger Tiere auf dem Tierschutzhof aufzunehmen.

Ohne Zweifel: Es gibt schon einige gute Ideen, um die Misere abzufedern. Im Endeffekt geht es aber darum, neben den Spenden, die es immer in unregelmäßiger Weise gegeben hat, jeden Monat einen Festbetrag von 1500 Euro oder mehr zu verbuchen – sei es durch einen Hauptsponsor, was nahezu unmöglich scheint, oder möglicherweise durch 15 Sponsoren, die monatlich 100 Euro hinzusteuern können. Es wäre jammerschade, wenn das nicht klappen würde und der Tierschutzhof seine Pforten schließen müsste. Wer wäre dann noch da, um sich für die zahlreichen vernachlässigten Tiere einzusetzen?