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Veranstaltung der VHS Delmenhorster Weinmesse lässt zwei Trends erkennen

Von Vincent Buß | 01.02.2019, 22:40 Uhr

Winzer aus Worms, Besucher aus Oldenburg – die 14. Weinmesse der VHS lockte am Freitag, 1. Februar, nicht nur Delmenhorster an. Die Teilnehmer beobachteten zwei Trends.

Wenn die Gruppe um Hans-Dieter Kaps-Decker drei Kreuze machte, nachdem ein Wein probiert wurde, war das ein gutes Zeichen. "Er kommt dann in die engere Auswahl für Bestellungen", erklärte Kaps-Dekker. Aber nicht jeder Wein schaffte es überhaupt bis ins Glas. "Wir probieren nur, was für uns von den Reben her interessant ist."

Früher besuchten er und seine Freunde die Weinmesse in Oldenburg. Als der Veranstalter Karl-Heinz Finger dort aufhörte und stattdessen in Delmenhorst anfing, folgten ihm auch die Weinfreunde, die aus der Nähe von Oldenburg stammen. "Wir kommen immer mit dem Zug hierher", berichtete Kaps-Decker, während er sich am Stand des Weinguts Goldschmidt aufhielt.

Diese Weinsorten liegen laut Winzerin im Trend

Winzerin Elke Goldschmidt kam extra aus Worms nach Delmenhorst. "Wir sind auf fünf bis sechs Messen pro Jahr", sagte sie. Meistens seien es größere. "Aber diese kleine Messe hat ihren eigenen Charme." Der Schwerpunkt von Goldschmidts Angebot liegt auf trockenen Weißweinen, auch weil die meisten Leute diese ihr zufolge mittlerweile favorisieren. Sie habe auch beobachtet, dass mehr junge Leute Wein tränken.

Das fand auch Karin Skrzypczak. Sie betreute den Stand der Buchhandlung Sabine Jünemann, die Literatur zum Thema Wein anbot: neben Weinführern auch Kochbücher und sogar Romane. "Krimis, die in Weinanbaugebieten spielen, zum Beispiel", sagte Skrzypczak.

Tipps für angehende Weinkenner

Sehr zufrieden zeigte sich der Veranstalter Finger. Das Publikum sei gemischt, aber vereint im Interesse: "Sie wollen wissen, wo welcher Wein herkommt, wollen Vertrauen zum Erzeuger und achten auf Nachhaltigkeit." Er freute sich auch, dass einige junge Leute gekommen waren, die gerade erst anfingen, sich für Wein zu interessieren.

Für diese hatte er auch Tipps: "Man muss sich ein bestimmtes Thema vornehmen, zum Beispiel liebliche Weine oder bestimmte Anbaugebiete." So könnten leichter geschmackliche Unterschiede herausgearbeitet werden. "Und dann kann man sich auch noch besser mit den Winzern austauschen."