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„Der Migrant ihres Vertrauens“ Ali Can in Delmenhorst – Debatte über besorgte Bürger

02.12.2018, 16:01 Uhr

Delmenhorst Bei Twitter war er Urheber des Hashtags #meetwo, unter dem Menschen über Alltagsrassismus sprachen. Jetzt kommt Ali Can nach Dann will Can das Publikum mit den eigenen Vorurteilen konfrontieren.

Diesen Mittwoch, 5. Dezember, kommt „der Migrant ihres Vertrauens“ in die Delmenhorster Markthalle. Ali Can wird von 17 bis 19 Uhr im Rahmen der diesjährigen Demokratiekonferenz der Diakonie in einem interaktiven Vortrag über seine „Hotline für besorgte Bürger“ berichten und Passagen aus seinem gleichnamigen Buch vorlesen.

„Erschrocken über die Schärfe der Debatte um Integrationsthemen“

„Wer die Diskussion um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland verfolgt, kommt an Ali Can nicht vorbei“, heißt es in der Ankündigung vorab. Als Migrant mit deutschem Pass selbst mit Rassismus konfrontiert und erschrocken über die zunehmende Schärfe in der Auseinandersetzung um Themen wie Integration, Vielfalt, Migranten und Islam, hat Can das Gespräch gesucht: mit Menschen, die Sorgen und Ängste äußern, die gegen Willkommenskultur und „Lügenpresse“ demonstrieren und die immer weiter nach rechts rücken. Can diskutiert mit Menschen, die sich gegen Weltoffenheit, Humanität und Toleranz stemmen – und mit jenen, die die Diskussion mit „besorgten Bürgern“ oder auch Wutbürgern scheuen. Ali Can ist Urheber des Twitter-Hashtag #metwo, in dem Menschen von ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Rassismus berichten. In dem sozialem Netzwerk haben sich bislang Tausende dazu geäußert.

Mit Respekt und Wertschätzung

In der Markthalle will er das Publikum – wertschätzend und respektvoll – konfrontieren: mit der eigenen Haltung, mit Vor- und Urteilen. Er lässt Raum für Diskussionen und regt an, das eigene Handeln zu reflektieren. Anmeldung per E-Mail demokratiekonferenz@diakonie-doll.de.