Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Dialogforum zu Umweltfragen Pflanzen- und Tierwelt wird vor B212n-Bau untersucht

Von Sonia Voigt | 24.10.2016, 19:49 Uhr

Wie die Umweltverträglichkeit der geplanten neuen Bundesstraße überprüft wird, haben Fachleute im zweiten Dialogforum zur B212n erläutert. Im nächsten Forum geht es um die Folgen für Anwohner.

Welche schützenswerten Pflanzen und Tiere im Bereich der geplanten neuen Bundesstraße B212n wo vorkommen, soll 2017 in einer gründlichen Bestandsaufnahme erhoben werden. Wie dies erfolgt, erklärte der Umweltfachmann der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Wolfgang Briem kürzlich den Teilnehmern des zweiten Dialogforums in der Begu Lemwerder.

Nächstes Dialogforum diskutiert Folgen für Verkehr und Anwohner

Die Dialogforen begleiten den Variantenvergleich zwischen den nördlich und südlich von Deichhausen verlaufenden Trassen. Während es jetzt um die Umweltverträglichkeit des Straßenbauprojekts ging, sind im nächsten Forum im Januar 2017 dessen Auswirkungen auf das Straßennetz und auf die Siedlungen Thema.

Landschaftsökologe hilft bei europaweiter Ausschreibung

Für eine Genehmigung der B212n müssen die obersten Straßenbaubehörden aus Niedersachsen und Bremen später im Planfeststellungsverfahren umfangreiche Umweltfachbeiträge vorlegen. Um dafür eine Datengrundlage zu haben, erfolgt vorab die Bestandsaufnahme, die europaweit ausgeschrieben wird. Ein Bremer Landschaftsökologe hilft den Behörden, die Ausschreibung fachgerecht zu formulieren. Ziel ist es, die neue Bundesstraße so umweltverträglich wie möglich zu bauen. Schließlich müssen die Behörden „in einem landschaftspflegerischen Begleitplan darlegen, wie unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft ausgeglichen werden“, erklärt Dialogbegleiter Jens Stachowitz.

Fachleute erklären Systematik und bitten um Hinweise auf Pflanzen und Tiere

Die Frage aus dem Forum, ob alle bislang vorliegenden Erkenntnisse in die Studien einfließen, bejahte Briem. Ebenso führte er aus, wie systematisch vorgegangen wird, damit bei den Begehungen nichts Wesentliches übersehen wird, lud aber die Zuhörer auch dazu ein, möglichst konkrete Hinweisen auf das Tier- und Pflanzenleben entlang der Trasse zu geben.