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Die drei Ritter der Suppenrunde Delmenhorst: Maxe-Theater-AG mit neuem Stück

Von Frederik Grabbe | 15.03.2015, 15:12 Uhr

Das Leben auf Burg Bouillon ist einträchtig. Doch dann taucht ein vermeintlicher Feind auf. Die Burgbewohner greifen zu den Waffen: Besenstile, Stöcker – und Gemüse.

Delmenhorst. Vor rund 120 Zuschauern haben am Freitagabend Schülerinnen und Schüler der Theater AG des Max-Planck-Gymnasiums ihr neues Stück „Burg Bouillon in Gefahr“ im Familienzentrum Villa aufgeführt. Neben originellen Kostümen gab jede Menge Musik und Komisches.

Die Bedrohung kommt schneller, als gedacht

Roberta ist die einzige Tochter der Herrscher der Burg Bouillon. Ihre Laune ist getrübt, denn ihr Lieblingsbruder ist verschwunden. Und dann soll sie auch noch heiraten. Nur tun, was der Gemahl will? „Mit mir nicht!“, sagt Roberta – sehr zum Leidwesen ihrer Mutter. Die Herrschergemahlin ist die Ausgeburt des guten Muttchens. „Oh, wie fein“, ist ihr liebster Spruch. Ihre Kinder hat sie mit blumig-bedenkenswerten Kosenamen wie Engelein, Schatzilein und Sonnenschein belegt. Galanterie, Tanz, Manieren – das ist Muttis Welt.

Die Campingritter gelten als schlimmste aller Raubritter

Doch da passt Roberta nicht rein. Ihre beiden Brüder und Beinahe-Knappen Kunibert und Engelbert wollen sie zum dritten Ritter in ihrer Runde machen. Roberta stimmt zu. Sie proben das Lanzenwerfen und den Schwertkampf. Doch die Bedrohung kommt schneller, als ihr lieb ist: Denn die Campingritter fallen ins Land ein. „Wie schwarze Wolken kommen sie über uns, schwarze Grillkohle werfen sie über unser Land“, warnt ein Bote. In schwarzer Lederkluft marschieren sie zu „Eye Of The Tiger“ ein. Das wirkt erst einmal düster – aber warum sie als die schlimmsten aller Raubritter gelten, verstehen sie nicht.

Die Satzung verbietet Gewalt

Ohnehin steht ja ihrer Satzung, dass Kampf untersagt ist. Darum bleibt es gegenüber den Bewohnern von Burg Bouillon, deren liebstes Mahl eine deftige Gemüsesuppe ist, auch nur bei Drohungen mit Camping-Klappstuhl und Regenschirm. Letzten Endes entpuppt sich, dass der verlorene Sohn der Herrscher von Burg Bouillon sich unerkannt unter die Campingritter gemischt hat. Die Handlung erhält eine neue Wendung.

Das Stück der Theater-AG hat keine literarische Vorlage. Aber es wurden zahlreiche Urlaubserlebnisse eingeflochten. So ist etwa ein Campingritter dauergeplagt vor lauter Allergien und Nahrungsmittel-Intoleranzen.