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Die reinste Traumwelt Delmenhorster Miniaturen-Atelier öffnet Türen

Von Frederik Grabbe | 05.09.2015, 20:32 Uhr

Es ist eine Erinnerung an die Kindheit: Gestern lud das Miniaturen-Atelier Graham & Graham zum Tag der offenen Tür ein.

Delmenhorst. Der Salat sieht geradezu lecker aus, die Paprika daneben knackig-frisch. Blöd nur, dass sie winzig klein und aus einer Modelliermasse aus Polyvinylchlorid sind – und somit eindeutig nicht essbar. Die „Lebensmittel“ sind es, die das Miniaturisten-Ehepaar Elfy und Robert Graham in der Kunsthandwerker-Szene bekannt gemacht haben. Gestern lud das Paar in seine Räume am Lübecker Weg zum Tag der offenen Tür ein. Dabei gab es weit mehr zu sehen als Gemüse.

Erinnerungen an die Kindheit

„Das ist ja der Wahnsinn“, sagt eine Frau. Wer ihrem Blick folgt, sieht ein Fachwerkhaus im Mini-Format, bei dem eine Wand offen steht. „Die Stühle, die Tische, mein Vater hat für uns Kinder früher auch solche Möbel für unser Puppenhaus gebaut“, fühlt sich eine ältere Ganderkeseerin an ihre Kindheit erinnert.

Häuser, Menschen, Lebensmittel

Vor 15 Jahren haben Robert und Elfy Graham damit begonnen, Häuser, Menschen, Lebensmittel, oder Teppiche im Kleinformat von Hand zu bauen, zu formen und zu nähen. Begonnen hat alles mit einem Fachwerkhaus, das das Paar, inspiriert vom PC-Spiel „Die Siedler“, nachgebaut hat. Nach und nach wurden die Teile kleinteiliger. „Wir haben eher Spaß daran, Ideen zu verwirklichen. Ist etwas fertig, steht es meist herum – oder wir verkaufen es“, sagt Robert Graham.

Kleiner Traum, der groß werden soll

Eine Idee in der Realität umzusetzen, das ist auch etwas, das die Kundschaft treibt. „Ich habe ein Geschäft für Wohn-Accessoires zuhause nachgebaut. Die Figuren darin unterhalten sich und trinken Kaffee“, erzählt Sylvia Sperling, die extra aus Berlin angereist ist. „Ich träume davon, so einen Laden zu führen.“ Im Kleinformat ist der Traum verwirklicht. Irgendwann soll es einen solchen Laden im echten Leben geben.