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Diesel-Skandal FDP fordert E-Motoren für Delmenhorster Busse

Von Frederik Grabbe | 09.09.2017, 17:57 Uhr

Die Delmenhorster FDP fordert die Delbus dazu auf, im Verbund mit der BSAG schnellstmöglich ihre Busse auf Elektroantrieb umzurüsten. Bezahlt werden könnte dies über den nationalen Mobilitätsfonds, der Kommunen, die besonders von Stickstoff-Emmisionen betroffen sind, helfen soll, ihre mobile Infrastruktur zu verbessern.

Nach den Worten Claus Hübschers, Sprecher der Liberalen, nach begrüße die FDP die Aufstockung des Fonds auf eine Milliarde Euro. „Dieser Fonds darf aber die Autobauer nicht von ihrer Verpflichtung befreien, die von ihnen ausgelieferten Schummel-Diesel durch eine Hardwarenachrüstung zu verbessern“, so Hübscher. Es reiche in den meisten Fällen nicht aus, nur ein Software-Update anzubieten oder Rabatte bei Neuwagen zu gewähren. „Um zukünftige Fahrverbote in den Innenstädten zu verhindern, müssen die manipulierten Dieselmotoren umgehend auf Kosten der Verursacher getauscht werden“, fordert Hübscher.

FDP könnte Sammelklage gegen Autoindustrie anstrengen

Nötigenfalls müsse eine Sammelklage nach US-amerikanischen Vorbild angestrengt werden. Sein Ortsverband gehe davon aus, dass die neue FDP-Bundestagsfraktion ein ähnliches Entschädigungsrecht wie in den USA auch für Deutschland beantragen wird. Hübscher: „Es kann nicht sein, dass der Steuerzahler für den offensichtlichen Betrug der Autoindustrie herhalten muss.“